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High Rise

Musik, Spiele & Zeitgeschehen (letzte Aktualisierung: 31. Mai 2009)
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5/31/2009

Spielekritik: SACRED 2 (angespielt)

 
Inzwischen ist SACRED 2 auch für Konsolen erschienen und ich habe die XBox 360-Version gespielt, bzw. gemessen am Umfang des Spiels eher angespielt.
 
SACRED 2 ist ein Action-Rollenspiel im Stile von "Diablo". Das bedeutet, dass man als Spieler aus dem Fundus verschiedener Figuren eine Heldenklasse heraussucht und diese per "Hack 'n Slay" durch das Abenteuer steuert. Bei Sacred kann man noch aussuchen, ob man die Kampagne des Lichts oder der Schatten spielt. Je näch gewählter Figur beginnt das Spiel übrigens unterschiedlich (und geht dann auch etwas anders weiter).
 
Wer das Spiel wie ich unbedarft und ohne Handbuchlektüre startet, stolpert zu Anfang über die Schwierigkeitsgradeinstellung. Bronze und Silber werden angeboten, aber nicht erklärt. Wer hofft, durch Druck auf die Aktionstaste eine nähere Erläuterung zu bekommen, wird ohne Rückfrage direkt ins Spiel geworfen, wo man dann die Schwierigkeit nicht mehr ändern kann. Wer - wie ich - als Anfänger mit "Silber" beginnt, ist schnell tot und frustriert: Also nochmal auf Start, neuen Charakter erstellt und auf Bronze begonnen!
 
Auch hier erwartet einen nicht etwa ein Tutorial. Ein paar wenige sehr dünne Hinweise gibt es zu Anfang, ansonsten muss man alles selbst ausprobieren.
Ich empfehle, eine Pause einzulegen und das Handbuch zu verinnerlichen!
 
Die Waffen und Zauber sind mit den Aktionstasten abrufbar, welche dreifach belegt sind. Das ist arg frickelig, aber auf der Konsole nicht anders möglich. Sehr Umständlich ist die Belegung der Tasten selbst: Man durchsucht etliche Menüs, muss Detailinformationen zu den Waffen selbst einblenden und sich handschriftliche Notizen machen, welche Waffe auf welcher Taste liegt: anhand des Vorschaubildchens kann man das nämlich (fast) gar nicht erkennen und Informationen über die aktuelle Slotbelegung sind nicht abrufbar. Eine Funktion, einfach eine Waffe durch eine bessere zu ersetzen gibt es hier nicht (inkonsoquenterweise wohl aber bei der Rüstung!) So wird die Ausrüstung der eigenen Figur zur freudlosen Arbeit und kostet viel Zeit und Nerven.
 
Unzählige Missionen und Nebenquests lassen sich finden - wobei alle ähnlich ablaufen. Entweder man findet und tötet Banditen und Monster, oder man sucht irgendwelche Gegenstände, welche von Banditen und Monstern beschützt werden. Anschließend muss man mühsam den Questgeber suchen, bzw, die Figur, bei der man sich die Belohnung oder die Fortsetzung der Quest abholen darf. In Anbetracht der unübersichtlichen "Übersichtskarte" macht dies wenig Spaß.
 
 
Levelaufstieg und Ausbau der Heldenfigur sind im Handbuch zu knapp und schwer verständlich erklärt und im Spiel dann überhaupt nicht. Der erfahrene Rollenspieler wird vieles zwar ahnen oder durch Probieren herausfinden, der Neuling bleibt aber komplett hilflos.
 
Eine richtige Geschichte erzählt das Spiel auch nicht, man wird einfach hineingeworfen und folgt einem als Hauptquest bezeichneten Pfad, bestehend aus immer ähnlichen Missionen. Dabei laufen einem völlig unmotiviert ständig Horden von Gegnern entgegen, deren Motivation völlig unklar bleibt. "Warum greifen die jetzt an?", fragte ich mich ständig. Und warum sind in Dörfern alle Figuren wohlgesonnen, draußen jedoch (fast) alle böse?
Quests erhält man durch "Gespräche" mit Personen. Hierzu werden endlose Textwüsten angezeigt, die man teilweise "scrollen" muss, wobei der Text einfach eine willkürliche Ecke nach unten springt und man selbst herausfinden muss, wo man vorher mit dem Lesen endete. Das nervt so sehr, das man schließlich auf das Lesen der langweiligen Texte ganz verzichtet.
 
Mein Fazit: SACRED 2 sieht nett aus, kann Rollenspielfreunde tagelang an den Bildschirm fesseln, ich finde es aber im Kern langweilig und gleichförmig. Die Menüführung ist mir zu umständlich, die Inventarverwaltung artet in Arbeit aus und die Hintergrundgeschichte ist eine Mischung aus "belanglos" und "egal". Außerdem mag ich Spiele nicht, bei denen man trotz stundenlangen Spiels keine einzige Trophäe oder Gamerscore erringt.
Wer noch Zeit zum Totschlagen hat: hier kann man sie sinnfrei verplempern.
 
 
 
 

Spielekritik: FUEL

 
Das Rennspiel FUEL ist ein First-Person-Arcade-Racer, was auf Deutsch bedeuten soll, dass man eine offene Welt frei befahren kann und es dabei nicht sonderlich realistisch zugeht.
 
 
So kann man völlig plan- und ziellos durch die Gegend fahren, auf Bergen Aussichtpunkte (be)suchen oder überall in der Welt verstreute, gut versteckte Benzinfässer aufspüren. Zu entdecken gibt es noch viel viel mehr, außer vielleicht dem Sinn des Ganzen.
 
 
Daher haben die Entwickler neben dem gut in den Menüs versteckten Free World-Fahr... äh ... spaß noch eine "Kampagne" und einen "Herausforderungsmodus" spendiert. Die Karriere dient dazu, neue Gebiete der weiten Welt freizuschalten. Hierzu muss man Rennen gewinnen. Für einen Sieg bekommt man ein Fleißsternchen, spielt man als Fortgeschrittener sogar zwei und als Experte gar drei. Die Sternchen braucht man zum weiterkommen - als Anfänger kommt man somit nicht weit, man braucht sehr bald mehr Sterne, die man nur in höheren Schwierigkeitsstufen bekommt. Und sie sind teilweise recht happig. 
 
Bei den Rennen zeigt sich, dass die freie Welt dann doch nicht so frei ist (fast wie im wirklichen Leben), denn freilich muss man meist Checkpoints abfahren und sich somit doch an bestimmte Wege halten. Verschiedene Untergründe lassen auch unterschiedliche Geschwindigkeiten zu: Wer einmal in dem Spiel mit dem Motorrad querfeldein gefahren ist, weiss, dass zu Fuß gehen fast schneller ist. Man kann also Abkürzungen suchen und finden, aber ob man damit wirklich schneller ans Ziel gelangt, muss man erst herausfinden. Dazu hab ich aber keine große Lust: Ich fahre doch nicht ein Rennen ein Dutzend Mal, um die günstigeste Route herauszufinden. Zudem ist die Übersichtskarte hierzu viel zu ungenau.
 
 
Überhaupt ist die Menüführung viel zu frickelig ausgefallen. Durch etliche Menüs muss man sich erst mal durchfummeln, um herauszufinden, was das Spiel von einem will. Auch die Verwaltung gekaufter Fahrzeuge ist sehr unübersichtlich.
 
Aber zum Spiel selbst: Der Fahrspaß ist durchaus vorhanden, die Steuerung kann man jedoch nicht anpassen (jedenfalls hab ich eine solche Option nicht gefunden), was sehr schade ist, weil das Gasgeben mit der R2-Taste der PS3 auf Dauer in den Hand wehtut - der PS3-Controller ist hier eine ergonomische Fehlkonstruktion, weil die Tasten einen "Buckel" haben von dem man leicht abrutscht. Der XBox 360-Controller ist hier um Längen besser.
 
Die Rennen in FUEL sind abwechslungsreich, allerdings muss man, um Sternchen zu erhalten, die Rennen gewinnen. Es gibt ab dem zweiten Platz keine Belohnung.
Was natürlich Schwachsinn ist und in einem Fun-Racer nichts zu suchen hat: Wie soll etwas Spaß machen, was nur Frust verursacht!?
 
 
Insgesamt ist FUEL mit Sicherheit kein schlechtes Spiel, vor allem der Umfang ist zu loben. So richtig vom Hocker gerissen hat es mich allerdings auch nicht. Wer aber z.B. Motorstorm mochte, liegt hier goldrichtig!
 
4/25/2009

Elf Fantasy Fair 2009

Wie jedes Jahr im April fand auch diesmal das ELF FANTASY FAIR in Holland statt.

Viele Bilder davon finden sich in meinem Fotoalbum.

 

3/20/2009

Leben in der Durchschnittlichkeit



Beinahe täglich werden Studien veröffentlicht, in denen uns Schlimmes angekündigt wird: 
Die Deutschen sind zu dick, zu dumm, zu klimaschädlich, zu gewalttätig, schauen zu viel fern und spielen zu viel und zu lange am Computer. Gemessen am Durchschnitt, natürlich.
Offenbar ist also alles, was durchschnittlich und Mittelmaß ist, gut. Alles, was Überhand nimmt, ist daher automatisch schlecht und sollte vermieden werden.
Na ja: fast alles. Zu viel Bücher zu lesen, zu viel zu Lernen, zu viel Brettspiele zu zocken und zu viel Sport zutreiben werden trotzdem gut geheissen. Gesellschaftlich nicht so hoch angesehene Tätigkeiten werden jedoch rundum verdammt:
Wer mehr als der Durchschnitt Fernsehen schaut, gilt automatisch als Fernsehjunkie, wer zu lange am Computer sitzt, als Technikfreak, wer gerne und ausgiebig futtert, als Gefahr für die Krankenkassen.
All diese Studien wollen uns Bürger dazu bewegen, sich in die überschau- und kontrollierbare Gruppe
der Mittelmäßigkeit einzuordnen. Alles im Übermaß schadet, lautet die Prämisse, die an einigen Extremen und auch tatsächlichen Gefahren (z.B. verschiedenen Süchten) festgemacht wird. Aber sollten wir uns wirklich so bereitwillig überall im Mittelfeld einordnen?
zum Beispiel fünfmal am Tag Obst und Gemüse essen, auch wenn es einem nicht schmeckt?
Bewusst "wertvolle" Fernsehsendungen auswählen, anstatt einfach mal sie Glotze einzuschalten und sich berieseln zu lassen?
Muss alles, was wir tun, immer einen Sinn und ein Ziel haben?

Der Sinn es Lebens ist es ja wohl kaum, überall den Durchschnitt zu erreichen -
es ist das Steben nach Glück, und das findet jeder woanders und in anderen Tätigkeiten. Dürfen wir uns kein Hobby leisten, nur weil das bedeutet, dass wir eine Sache vermehrt
und daher mehr als der Durchschnitt und damit automatisch im Übermaß tun? Nur, weil uns damit die Zeit fehlt, andere (also gesellschaftlich besser angesehene Dinge)
nicht zu tun? Jeder Bürger hat in Deutschland das grundgesetzlich geschützte Recht, im Rahmen der Gesetze das zu tun,
was er für richtig hält.
Es ist zum Beispiel nicht verboten, siebenmal in der Woche Pizza zu essen.
es ist nicht verboten, "Schund" zu lesen oder ihn sich anzusehen.


Es ist nicht verboten, den ganzen Tag vor dem Computer oder Fernseher zu verbringen.
Auch, wenn man dadurch angeblich dick und dumm wird. Vergessen wir nie: Es ist auch vom Grundgesetz geschützt, dick und dumm zu sein!
Ein Individuum, ein eigener Charakter, wird nur, wer auch Eigenschaften hat, die in irgendeiner
Weise von der duruchschnittlichen Masse abweichen.
Nur, wer seine Interessen und Hobbys mit Nachdruck verfolgt, auch wenn diese nicht angesehen
oder üblich oder durchschnittlich normal sind, ist tatsächlich auch ein mündiger Bürger. Wer z.B. gern viel Strom verbraucht und bereit ist, dafür zu zahlen, der soll dies tun.
Dies ist nicht verboten.
Für was ich mein Geld ausgeben möchte, darf mir niemand vorschreiben.
Aber stattdessen wird man von interessierter Seite drangsaliert, zu tun, was die von einem erwarten. Wer nun aber gern das warme, weiche, flackerfreie Licht von Glühbirnen mag und die
umweltschädlichen Quecksilberlampen,
die nur in einem bestimmen Lichtspektrum flimmern, verachtet, der soll auch dazu die Möglichkeit haben.
Stattdessen werden per Gesetz die ungesunden Leuchtmittel zu "Energiesparlampen"
umgedeutet und die anderen Glühbirnen (=Meinungen) verboten.
Wer 10.000-20.000 EUR für ein Badezimmer ausgibt, der sollte nicht gesellschaftlich drangsaliert werden,
auf ein 50 ct teures Wannenbad zu verzichten, nur um Wasser und Strom zu sparen.
Andersherum gilt dasselbe.
Wer Spaß daran hat, der spare Wasser wo er nur kann, der knalle sich Solaranlagen bis zur Dachrinne
aufs Haus und schalte Nachts alle Steckdosen aus. Jeder, wie er mag. Aber diese Leute mögen doch bitte aufhören, ihr Gutmenschentum allen anderen vorzuhalten. Sie sind nicht die besseren Menschen.
Sie nerven nur mehr. Unser Grundgesetz enthält mehr als Rechte und Pflichten. Es enthält auch Freiheiten zur individuellen Entfaltung.
Wir sollten sie nutzen, der Durchschnittlichkeit zu entfliehen.
1/5/2009

Ein traumhaftes Jahr: Tangerine Dream brachte in 2008 ganze 10 CDs heraus

 
 
Freunde der elektronischen Musik konnten sich auch in 2008 über reichlich Musik von TANGERINE DREAM freuen. Fünf längere CDs und die gleiche Anzahl an "Cupdisks" und Special-Singles kamen im vergangenen Jahr heraus - rechnet man die "Armageddon"-Single von Mastermind Edgar Froese mit ein. Daneben konnte sich der Tangerine Dream Online Club noch über diverse seltene Tracks und vier komplette (z.T. überarbeitete) Soundtrackalben ("Sorcerer", "Legend", "Miracle Mile" und "L'Affaire Wallraff") freuen.
 
Hauptwerk war in diesem Jahr das Album "Views from a Red Train" mit musikalischen Ideen von Edgar Froese, die er auf seinen Reisen überall auf der Welt auf seinen "Komponistenlaptop" bannte. Insgesamt eine sehr abwechslungsreiche Scheibe mit einigen längeren Gitarrenpassagen. Allerdings sollte man der Platte einige "Einhörzeit" gönnen, denn auf Anhieb eingängig ist zunächst nur wenig. Die Komplexität der Titel erschliesst sich erst nach und nach, lässt einen anschließend aber nicht so schnell wieder los. Komplexe Rhythmik und gluggernde Sequencer bilden die Grundlage der meisten Instrumentals. Dazu kommen variantenreiche Gitarrenläufe.
Mein Lieblingssong der CD ist "Fire from the Mountain", ein eingängiger Song mit deutlicher Vers/Refrain-Struktur, sozusagen mit einem "singenden Sythesizer" statt echten Vocals.
 
Mit "Autumn in Hiroshima" erschien der dritte Teil der Auftragskomposition "The Five Atomic Seasons". Insgesamt ist die CD sehr ruhig gehalten. Besonders gelungen ist gleich der knapp 10 Minuten lange erste Track, "Trauma". Ein wunderbarer, melodischer Basslauf macht das Stück unverwechselbar. Ansonsten findet man auf dieser Scheibe sehr viele "sphärische" Sounds, die von weiblichem Lautgesang unterlegt sind. Dargestellt wird damit die Ausbildung des Auftraggebers der Kompositionen in einem Kloster, wo er lernt, den Schock der Atomexplosionen in Japan zu verdauen. Das klingt alles leicht asiatisch, überschreitet aber nie die Kitschgrenze. In Erinnerung bleibt auch das Gitarrensolo in "Insight", einer der wenigen schnelleren Stücke. Der letzte Track "Nothing At All" wird nach 2 Minuten plötzlich deutlich hörbar ausgeblendet. Sollte da noch was kommen, oder wird der Titel im Nachfolgealbum (wohl "Winter in Hiroshima") fortgesetzt?
 
Mit "The Anthology Decades - The Space Years Volume One" erschien 2008 der erste Sampler mit zeitlosen Tangerine Dream-Tracks. Es handelt sich um überarbeiteres oder neu aufgenommenes älteres Material, teilweise (mir) neu, teilweise bislang unveröffentlicht, stets aber klanglich erstklassig und kompositorisch auf der Höhe der Zeit. Hier klingt nichts alt oder überholt, ein Zeichen dafür, dass die Musik der Gruppe schon immer zeitlosen Charakter hatte. Natürlich hört man einigen Sequencerläufen oder Rhythmen an, dass sie die Komplexität der heutigen Titel nicht ganz erreichen. Das tut den wunderbaren Melodien aber keinen Abbruch. Leider schweigt sich das Inlay einmal mehr dazu aus, aus welcher Zeit die Tracks nun tatsächlich stammen - wahrscheinlich absichtlich, um die Zeitlosigkeit der Tracks zu unterstreichen. Diese randvolle CD wird allen Tangerine Dream-Fans gefallen.
 
Mit "Tangram 2008" und "Hyperborea 2008" wurden zwei der besten alten CDs der Gruppe in neuen, auf jeweils 2000 Exemplare limitierten Versionen herausgebracht. Als Fan der alten Alben bin ich bei diesen Neuschöpfungen zunächst immer etwas misstrauisch: Zu sehr hat man sich an den Sound und Klang der vertrauten Platten gewöhnt, jeder neue Ton wird zunächst fast automatisch als "Fehler" interpretiert. So fällt mir bei "Wishdom and Tragedy", dem Start des Tangram-Albums, sofort auf, dass Edgar Froese den Rhythmus deutlich in den Vordergrund gemischt hat. Das hübsche Introthema verschwindet leider mehr und mehr, der Titel wirkt nicht so dynamisch wie das Original, die Sounds verschwimmen mehr ineinander. Auch beim nachfolgenden "Dragon In The House" wummern mir die Bässe zu stark die Melodie zu. Deutlich zu erkennen in der Passage, die klingt, als würde jemand mit hohen Absätzen auf einem harten Boden gehen: da wurde eine fette Bassmelodie drübergelegt. Kann man machen, muss man aber nicht.  Dass die ursprünglich "Tangram Set 1 und 2" genannten Schallplattenhälften nun seltsame Untertitel bekommen haben, ist auch neu.
Bei "Hyperborea" ist es bei den alten Trackbezeichnungen geblieben, ansonsten gilt ähnliches wie oben schon gesagt. Allerdings gefällt mir hier die Bearbeitung deutlich besser, als bei "Tangram". Titel wie "Cinnamon Road" wirken deutlich frischer. Auch die 19 Minuten von "Sphinx Lightning" klingen einfach sauberer und druckvoller.
 
Anlässlich ihrer Konzerte gibt Tangerine Dream gern Mini-Cupdisks heraus; CDs, die man zu einer Tasse Tee oder Kaffee hören kann und die etwa 15 Minuten lang sind (bei der Mini-Version, die "normale" Cupdisk enthält rund 40 Minuten Musik). Zum Open Air-Festival auf der Loreley am 18. Juli 2008 erschien die limitierte Scheibe "Das romantische Opfer". Sie enthält einen neuen Titel im typischen Tang-D-Sound, wobei es sich eigentlich um 2 bis 3 ineinander übergehende melodische Passagen handelt. Klingt alles sehr gefällig, ein nachhaltiger Eindruck bleibt gleichwohl nicht. Ist zwar alles neu, aber auf bekannten Strukturen aufbauend.
 
"Fallen Angels" enthält drei Stücke mit den titelgebenden Engeln im Namen. Die Musik plockert teilweise ganz gefällig vor sich hin, bleibt aber auch nicht so richtig hängen.
 
"Choice" heisst die Mini-Cupdisk, welche anläßlich der Konzerte im November 2008 erschienen ist. Darin finden sich zwei neue Versionen bekannter Tracks, nämlich "Love On A Real Train" und "Scrapyard", wobei ersterer recht langatmig daherkommt. "Scrapyard" ist eine gelungene Modernisierung, wobei der Titel mir schon immer zu lärmig war, auch wenn die Melodie toll ist. "Sally's Garden" ist ein Traditional und von Linda Spa eingespielt: Strings, Klavier und Saxofon - das schrammelt schon stark an der Kitschgrenze vorbei, bleibt aber dennoch erkennbar Tangerine Dream.
 
"Purple Diluvial" nennt sich die (Maxi)-Cupdisk mit dem hässlichen Cover. Sie enthält mit "Armageddon In The Rose Garden Part II" den zweiten Teil eines Froese-Tracks, der auf einer groove.nl-Sonderedition ("Tangerine Dream plays Edgar Froese") begann. Hier pluckert ein Sequencer munter vor sich hin und eine Frauenstimme singt mit viel Echo unverständliches dazu. Gefällt mir suboptimal. Die knapp 20 Minuten "Purple Diluvial" sind dagegen wirklich gut gelungen. Nach einen hübschen Klavierintro entwickeln sind schöne Melodien, wobei der Mittelteil sehr rhythmusbetont und der Ausklang wieder ruhig und stimmungsvoll ist. Das Stück stammt, wie auch "Babylon The Great Has Fallen" von Thorsten Queschning - was man als Fan auch hört, denn sein Stil ist ein klein wenig anders als der Froeses.
 
 
Den Fan wird interessieren, dass Tangerine Dream neuerdings zu fast allen Konzerten auch DVDs herausbringen, so dass die Fans weltweilt auch daran teilhaben können. Die Musik der Konzerte ist zudem meist auf der Webseite für wenig Geld als mp3 downloadbar. Musikalisch sind die DVDs erstklassig, die Bildqualität bleibt im Zeitalter der Blu-Ray jedoch deutlich zurück. Hier müsste man mal auf moderne Technik setzen.
 
Insgesamt war 2008 ein gutes Jahr für den Tangerine Dream-Fan. Und die nächsten Werke sind bereits unterwegs, denn am 5. Januar 2009 wurden die "Loreley" Live-DVD und die "Booster 2"-Doppel CD verschickt. Die DVD enthält das komplette TD-Festivalkonzert vom Freitagabend des "Night of the Prog"-Festivals in guter Ton- und Bildqualität.
Besteller auf der Homepage der Band erhalten übrigens, wenn sie schnell genug sind, manchmal exklusive Andenken: Das können signierte Drucke sein oder limitierte und numerierte Grafiken des Multitalents Edgar Froese. Schön, dass einer der größten und produktivsten lebenden Künstler auch so viel für seine ... sagen wir, mangels eines besseren Wortes, "Fans" übrig hat.
 
 
 
 
1/3/2009

Spielekritik: Tomb Raider - Underworld

 
 
Weitläufige Tempelanlagen im Dschungel, eine leichtbekleidete, aber schwerbewaffnete Heldin - na, wenn das mal nicht Lara Croft ist! Ihr neustes Abenteuer führt sie "Underworld", was man aber nicht wörtlich nehmen muss. Ihr Ziel ist die "Stadt der Toten", wo sie auf der Suche nach ihrer im letzten Teil verschollenen Mutter ist. Aber wer interessiert sich schon für "Handlung"? Dies ist ein Lara Croft-Abenteuer!
 
 
Wie wir alle wissen, haben versunkene Kulturen in abgelegenen Winkeln der Welt ausufernde Tempel angelegt. Diese enthalten genreüblich vielfältige Klettermöglichkeiten und putzige Maschinen mit allerhand schwer zugänglichen Hebeln. Die Aufgabe eines Abenteurers ist nun, einen Weg durch diese Tempel zu finden - stets verfolgt von einer Bande Finstermänner - um schließlich auf irgendein Geheimnis oder Artefakt zu stoßen.
 
So weit, so innovativ.
 
Na-tür-lich passiert auch in "Tomb Raider: Underworld" nicht mehr - warum auch!
 
 
 
Das Spiel konzentriert sich auf vielfältige Kletteraufgaben und einige Rätsel, ist dabei aber nicht ganz so nervig schwer wie noch der Vorgänger.
Lara ist gut steuerbar (im Gegensatz z.B. zu Faith in "Mirror's Edge"), die Spielmechanik verzeiht einige Ungenauigkeiten und die Kameraführung ist zumeist passabel. Zudem sind die Rücksetzpunkte alle paar Meter verstreut, so dass kaum Frust aufkommt und man nur die letzten paar Sprünge wiederholen muss, wenn einmal etwas misslingt.
 
Optisch gibt es gar nichts zu mäkeln. Die Level sehen so wunderschön aus wie die Titelheldin. Die Beleuchtung ist klasse, die Animation butterweich.
 
 
Die Steuerung mit dem Controller geht intuitiv von der Hand, alle wichtigen Tasten sind da, wo sie sein sollen (wieder im Gegensatz zu "Mirror's Edge", wo die Steuerung krude und wirr über den Conroller verstreut ist - wer kommt schon auf die hirnrissige Idee, mit dem linken oberen Bumper zu springen - diese Funktion liegt nun mal überall und immer auf X (bzw. A)). Natürlich gibt es einige kniffelige Stellen, an denen man nicht weiterkommt. Dies liegt meist daran, dass man einen Sprung nicht schafft und daher für unmöglich hält (gerade Sprünge nach "hinten über die Schulter" lassen sich nur schwer steuern) oder einfach die passende Idee für das Fortkommen nicht hat. Im Allgemeinen konnte ich aber die meisten Rätsel durch Probieren und Geduld lösen.
 
Natürlich kann man sich daran stören, dass man diverse Extras in unzähligen Vasen und Behältern findet und daher ständig nach diesen Teilen tritt - aber mir macht so etwas Spaß - so lange ich mit Gamerscore dafür belohnt werde.
 
Der Schwerpunkt des Gameplays liegt in dieser Episode auf den Erkundungs- und Kletteraufgaben. Schießereien sind eher sekundär und gehen zudem leichter als früher von der Hand. Das Spiel ist somit nicht übermäßig brutal - also kein Vergleich zu "Uncharted". 
 
Weitere Unterwasseranzüge kann man kostenlos bei XBox Live laden (derzeit nur mit "Gold"-Mitgliedschaft).
 
Am Schluss findet Lara einen tollen Hammer. Wenn man dieses Bild sieht, ist das Spiel geschafft, der Rest ist nur noch ein Filmchen.
 
Mein Fazit: ein kurzweiliges Vergnügen, hübsch anzusehen und mit hohem Spielspaß. 
 
 

Spielekritik: Mirror's Edge

 
"Mirror's Edge" ist das Gegenteil eines gewalttätigen Spiels, trotzdem macht es einen aggressiv. Nicht in dem Sinne, dass man selbst um sich schlagen möchte, sondern vielmehr, indem man sich versucht fühlt, seinen Controller durchs Wohnzimmer zu pfeffern. Tja, es sei hat ein Geschicklichkeitsspiel und ein solches verlange von einem halt etwas Geduld ab, hört man. Aber ich bleibe dabei: Es ist frustrierend, nämlich weil die Steuerung unnötig hakelig und komplex ist.
 
Aber von Anfang an: "Mirror's Edge" sieht unglaublich aus. Es spielt in einer klar, sauber und steril gezeichneten Stadt der nahen Zukunft und als Spieler bewegt man sich über Dächer, durch Industriekomplexe, Anlagen und Bürotürme. Das sieht beeindruckend aus, läuft vollkommen flüssig und zieht einen durch die Ego-Perspektive sofort ins Spiel. Auf den Fotos (die stammen allerdings aus der PS3-Demo, gespielt habe ich das Spiel dann auf der XBox 360, wo es aber genauso aussieht) ist ganz gut zu erkennen, wie das Design ausschaut. Die Bilder sind, wie immer, alle selbst vom Fernsehschirm abfotografiert.
 
 
Von der Runnerin Faith, der Hauptfigur, sieht man meist nur Hände und Füße. Das HUD (also das auf dem Bildschirm sichtbare Display) besteht aus einem mittig gelegenen Punkt. Das war's. Zur Orientierung darf man eine Taste drücken, wonach Faith in die Richtung blickt, in welche es weiter geht. Hilfreiche Wegweiser wie zuletzt in Fable 2 oder Prince of Persia fehlen aber leider. Lediglich die "Runner's Vision", die per roter Einfärbung wichtige Gebäudeteile, die es zu überwinden oder zu benutzen gilt, anzeigt, dient noch der Orientierung. So richtig einfach wird die Wegfindung hierdurch dennoch nicht.
 
 
Oft weiss man nämlich nicht, was man konkret machen soll - und noch öfter ist man auch noch unter Zeitdruck ahnungslos, weil man nämlich von bewaffneten Polizisten verfolgt wird. Man muss nicht nur schnell einen Weg finden, sondern auch noch geschickt Hindernisse überwinden. Und dies ist nicht so leicht. Denn das Spingen ist nicht, wie sonst in 98 % aller Spiele auf die X (PS3) oder A-Taste (XBox 360) gelegt worden, sondern auf die obere linke Bumpertaste. Kann man sich angeblich ganz leicht merken: Springen = Füße = obere Taste. Derselben Unlogik folgt das Ducken, dafür ist dann der linke untere Trigger zuständig.
Somit gehen die grundlegenden Bewegungen sehr ungemütlich von der Hand, insbesondere für Rechtshänder.
 
 
Neben der grundlegenden Steuerung, die zusätzlich darauf aufbaut, das man "das Momentum", also die Geschwindigkeit, nicht verlieren sollte, sind freilich sämtliche anderen Tasten und Knöpfe der Controler ebenfalls belegt. So kann man kämpfen (recher unterer Trigger), Leute entwaffnen (Dreieckstaste bzw. Y) und vieles mehr.
Die Belegung der Knöpfe ist willkürlich und offenbar zufällig entstanden und verlagt einige Einarbeitungszeit. 
Gleichzeitig verlangt das Spiel komplexe Manöver von einem. So muss man diverse Arten des "Wallruns" beherrschen, also des Laufens an der Wand entlang. Bei Prince of Persia gibt es das auch, ist dort aber gelungen, da man sehr schnell raus hat, wie lange und wie weit der Prinz die Wände entlang rennt. In "Mirror's Edge" ist dies völlig unklar und hängt von der Position des kleinen weissen Punktes, der Geschwindigkeit, des Winkelns und der Dauer des Drückens der entsprechenden Taste ab. Dadurch wird die Steuerung schwammig und unklar, man entwickelt kein Gefühl dafür.
Bei Prince of Persia kann und muss man ebenfalls aus dem Wallrun in eine andere Richtung abspringen, was intuitiv von der Hand geht. Hier muss man jedoch im eh schon komplexen Wallrun im richtigen Moment die "Umdrehen-Taste" drücken und Millisekunden später wieder die Sprungtaste. Dadurch, dass beim "Umdrehen" auch das Bild umspringt und man aber sofort wieder springen muss, ist man völlig schließlich orientierungslos. Man schafft diese Passagen somit rein zufällig und kann nie genau sagen, woran es nun lag, dass man versagte oder es schaffte.
 
 
So bin ich dann auch in Kapitel 3 hängengeblieben. Ich sollte aus einem Büro fliehen, kam aber ums Verrecken nicht in den dritten Stock, weil kein Sprung und keine Technik klappen wollte. Das hat dann nach dem 20sten Versuch nichts mit Geschicklichkeit zu tun, sondern mit schlechtem Spieldesign.
 
Fazit: Tolle Optik, frustrierende Steuerung - unspielbar, aber schön.
 
1/2/2009

Zwei Jahre HIGH RISE

Ein frohes neues Jahr allen Leserinnen und Lesern!
 
Nun ist HIGH RISE bereits zwei Jahre alt und wird von vielen als Informationsmedium, inbesondere zum Thema "XBox 360 vs. PS3" genutzt.
Aber auch die Spielekritiken sind beliebt, wie auch die Artikel zum Märchen vom Klimawandel. 
Apropos:
Im 19. Jahrhundert war noch gängige Meinung unter den Wissenschaftlern, dass das Erdinnere kalt und hart sei - auch diese krude Theorie ist spektakulär gescheitert - genau wie der jetzige Irrglaube an einen Klimawandel, welcher lediglich auf einer Hochrechung von so vielen Variablen beruht, dass das Ergebnis zur falsch sein kann.
 
Daher mein guter Rat für 2009: Nicht immer glauben, was viele als Wahrheit verkünden. Vieles von dem, was als wahrhafte Katastrophe verkündet würde, hat sich als Lüge herausgestellt: Waldsterben hat zum Beispiel hierzulande nie stattgefunden, im Gegenteil, es gibt heute mehr gesunden Wald als in den 80er Jahren. Der Waldbestand der Nordhalbkugel der Erde hat insgesamt zugenommen, könnte man die Abholzungen auf der Südhalbkugel aufhalten oder umkehren, wären sämtliche CO2-Begrenzungen weltweit unnötig (weil überflüssig), allein der Waldbestand würde für eine sinkende CO2-"Belastung" sorgen.
 
Daher wünsche ich allen etwas mehr Gelassenheit, mehr Gesundheit sowieso (wir leben ja durchschnittlich immer länger, weil eben nicht alles immer schlimmer wird, sondern im Gegenteil immer besser) und vor allem viel Spaß und Freunde!
 
12/23/2008

Das Märchen vom Klimawandel

 
Während die Weltwirtschaft in eine Krise schlittert, werden anderswo Milliarden völlig sinnlos verschwendet. "Klimaschutz" nennt sich das und will etwas bewahren, dessen natürlicher Zustand der Wandel und nicht die Beständigkeit ist.

Als "Klima" werden rückblickend die meteorologischen Fakten einer Dekade bezeichnet. Die Vorhersage künftiger Ereignisse hieß bislang "Wahrsagerei", neuerdings auch "Zukunftsforschung" oder "Klimaprognose" - läuft aber, was die Treffsicherheit der prognostizierten Umstände betrifft, aufs selbe hinaus.
Weit und breit keine Natur - was wir hier sehen ist eine Kulturlandschaft. Alles von Menschen geändert.


Niemand kann die Zukunft vorhersagen.
Man kann dies nicht deutlich und oft genug sagen.
Kein noch so schneller Computer kann sie vorausberechnen. In einem chaotischen System wie der Natur ist jede längerfristige Prognose (und die "Klimaforscher" denken im Zeiträumen von 100 Jahren!) reine Spekulation. Alle angeblichen "Fakten", die uns in diesem Zusammenhang präsentiert werden, sind reine Science Fiction im wahrsten Sinne des Wortes.

Aber selbst wenn sich die "Klimaforscher" nicht irren würden und ihre Weissagungen aus dem letzten Weltklimawahrsagebericht zutreffen würden, würden alle jetzt eingeleiteten und angekündigten Maßnahmen, all die Milliarden für den "Klimaschutz", nur eine minimale, nicht spürbare Veränderung bewirken. Dies hat unter anderem unlängst der Ökonom Hans-Werner Sinn aufgedeckt. Blinden Aktionismus nennt Sinn (der den Klimaforschern im übrigen Glauben schenkt - aber wegen seines Glaubens soll niemand diskriminiert werden) das absurde Theater der Politiker.

Das für den "Klimaschutz" sinnlos verbrannte Geld könnte überall auf der Welt wirkliche und existierende Probleme lösen.  800 Milliarden Dollar sind in den kommenden Jahren allein für die Erreichung der Kyoto-Klimaziele vorgesehen - Ziele wohlgemerkt, welche die Durchschnittstemperaturen auf der Welt allenfalls um Bruchteile eines einzigen Grades verändern könnten.
 


Der von oben verordnete Glaube an "Klimaziele" hat etwas gemein mit dem Traum vom "real existierenden Sozialismus": Beides sind realitätsferne Seifenblasen - eine ist bereits spektakulär zerplatzt, der anderen steht das noch bevor.

Anstatt für den Bruchteil der 800 Milliarden unendlich viel zu erreichen (zum Beispiel bei der Gesundheitsvorsorge, der Ernährung oder Bildung in der sog. Dritten Welt) und wirklich exitierende Leben zu retten, wird das Geld für eine Wetterwette verballert.
 
Freilich wird Ende 2008 einmal mehr kolportiert, es wäre in diesem Jahr Deutschland "zu warm" gewesen. Das "sechstwärmte Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnung", die bekannterweise vor etwas mehr als 100 Jahren begann, während es das Klima ja schon ein paar Jahrmillionen Jahre länger gibt. Das ist ungefähr so, als wenn man die 100m-Lauf-Zeit nach der Geschwindigkeit der letzten 2 mm bewerten würde - eine Aussage ohne jeden Wert. Mal ganz davon abgesehen, dass das Weltklima nicht in Deutschland allein gemessen wird und das globale Klima auch in 2008 (wie die Jahre davor) gar nicht wärmer geworden ist. Von Klimaerwärmung keine Spur, wohl aber von der üblich deutschen Panikmache.
 
Im Januar 2009 fanden die "Wissenschafter" dann heraus, das die Antarktis doch rapide wärmer werden würde (0,2 Grad in 10 Jahren - schlotter, jetzt habe ich Angst, das macht ja 1 Grad Erhöhung in 50 Jahren!). Fragt man nach, wie diese Daten zustande kamen, kommt heraus, dass die neben den dünn gesähten Wetterstationen auch "Satellitendaten" eingesetzt wurden. Da diese aber erst 25 Jahre lang fliegen, hat man die 25 Jahre davor einfach mal hochgerechnet, also geschätzt. Jau - so komme ich auch auf jedes gewünschte Ergebnis: Ich rechne einfach erfundene Zahlen hoch!
 
Mist, schon wieder ein kalter Winter 2008/2009: Klimawandel-Gläubige verzweifeln langsam.
 
 
Die Wahrheit: Es ist alles gelogen. Die Klimaerwärmung findet nur in den Köpfen der Profiteure statt, nämlich der hochbezuschussten "Klimaforscher", die genau für die Ergebnisse bezahlt werden, welche sie liefern. Jede Statistik wird - siehe oben - so lange verdreht, bis sich aus ihr das Gewünschte ergibt.

Und falls sich das Klima dann im Laufe von 100 Jahren doch mal ändert: na und!? Mensch und Natur werden sich darauf einstellen, beide sind flexibel und anpassungsfähig - im Gegensatz zu den "Klimaschützern".
12/18/2008

Spielekritik: Prince of Persia

 
 
Rechtzeitig zu Weihnachten ist ein weiteres Prince Of Persia-Spiel erschienen, allerdings keine direkte Fortsetzung der bisherigen Serie sondern ein - wie man heutzutage sagt - Relaunch, also ein vollständiger Neustart mit einem veränderten Spielansatz.
Dieser zeigt sich in drei Punken: im Design, im Gameplay und im Humor.
 
Optisch ist das Spiel nämlich ausgezeichnet gelungen. Die ungewöhnliche, "Cellshading" genannte, Grafik bewirkt ungleublich detaillierte, farbige und realistische Hauptfiguren. Schon an der Kleidung des Prinzen und seiner Mitstreiterin Elika sieht man Einzelheiten, die mit den üblichen Pixeltapeten nicht möglich wären. Gleichwohl bleibt ein leichter Comictouch, der mir persönlich besser als eine allzu realistsiche Grafik gefällt.
Die Spiellandschaften glänzen mit hübscher Weitsicht und die Level sind durchaus hübsch designt. Das kann man vielleicht auch auf meinen Bildschirmfotos erkennen.
 
Das Gameplay konzentriert sich überwiegend auf Geschicklichkeitsaufgaben. Springen, hüpfen und den Weg ausknobeln (sowie Lichtpunkte einsammeln) sind der Schwerpunkt und machen rund 70% der Spielzeit aus. Der Rest geht für Kämpfe gegen einzelne Gegner drauf. Hier gibt es diverse Combos zu erleben und anzuwenden. Aber wirklich taktischwerden die Kämpfe erst bei fortschreitendem Spielverlauf. Ein wenig Blocken und dann mit dem Schwert zuhacken - damit kommt man schon recht weit, später braucht man die richtigen Konterangriffe, die einem Elika aber auch mitteilt. Im Bereich der Kämpfe bleibt die Spielerläuterung jedoch eher vage - ansonsten wird man nämlich auf benahe jeden Kniff und Hüpfer mehrfach hingewiesen.
"Sterben" kann man in dem Spiel nicht wirklich, stets wird man von Elika gerettet und auf der letzten Plattform abgesetzt. Ein feiner Zug, der einem viel unnütze Wiederholungszeit erspart.
Sonderlich gewaltätig ist ist die ganze Kämpferei aber nicht. Es fließt auch kein Blut.
 
Köstlich sind die Dialoge zwischen Prinzessin Elika und dem namenlosen Prinzen gelungen. Hier blitzt feiner Humor auf, man nimmt sich oft selbst auf die Schippe.
 
Insgesamt macht das Spiel viel Spaß. Gamerscore-Freunde freuen sich über reichlich relativ leicht zu erringende Punkte. Für einige reicht es aus, oft und ausgiebig mit Elika zu sprechen - endlich mal ein Spiel, das Diskussionen und nicht Kämpfen belohnt, könnte man sagen.
 
Grundsätzlich kann man alle vier Hauptlevels des Games anspielen, weiter kommt man aber nur mit Spezialfähigkeiten, die man durch das Einsammeln von "Lichtkeimen" erwirbt. Diese Lichtkeime liegen nach Lösung eines Unterlevels herum, man darf also anschließend noch mal alles nachturnen, was man zuvor bereits geschafft hatte - diesmal allerdings in sonniger und blumiger Optik und ohne düstere Gefahren. Ein wenig nervig ist diese ständig notwendige Rückkehr in die "fruchtbaren Gebiete" nach einer Weile aber schon.
 
 
Fazit: Unterhaltsam, spaßig, sehr hübsch und viel besser, als all die frustrierenden anderen Teile.
 
11/19/2008

NXE - New XBox Experience - Neues Dashboard für die XBox 360

(Mein XBox 360 vs. PS3 - Artikel siehen weiter unten)
 
Drei Jahre hat die XBox 360 nun auf dem Buckel und nun erneuert Microsoft die Benutzeroberfläche, welche sich beim Start der Konsole präsentiert. "Dashboard" wird das genannt, und die neue Erfahrung, auf die sich jeder Benutzer einzustellen hat, heisst dann "New XBox Experience", kurz NXE.
 
Erhältlich ist es über Onlineupdate bei bestehender Internetverbindung oder im Interent hier: http://www.xbox.com/de-de/support/xbox360/system-update.htm
 
Ist das nun ein Satz mit X ("War wohl nix!")? Oder ein toller Schritt in ein neues Zeitalter mit neuen Features?
 
Nichts von beidem. Sonderlich viel ändert sich in Wirklichkeit gar nicht, außer dem Erscheinungsbild. Es gibt zum Beispiel immer noch keinen Internet-Browser (bei der Konkurrenz - Playstation 3 - längst Standard). Dafür hat der User jetzt einen "Avatar", ein virtuelles Erscheinungsbild. Es sieht aber recht albern aus, nämlich sehr kindlich und ähnelt leider sehr den Mii-Figuren von Nintendo. So richtig erwachsene Figuren lassen sich gar nicht basteln und graue Haare gibt es auch nicht (nicht, dass ich die bräuchte ... aber es zeigt doch schon, dass die Konsole mehr auf Kinder und Jungs ausgerichtet ist).
 
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Ein buntes Video begrüßt einen nach der relativ zügig (4 Minuten über DSL) geladenen Installation.
 
Nach dem Neustart und einem Introvideo darf man zunächst mal einen neuen Nutzungsvertrag bestätigen.
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Unter anderem muss man versichern, 18 Jahre alt zu sein (siehe oben), um den Dienst nutzen zu können.
schüss, Kinder, die dürfen dann nicht online, oder?
 
Danach darf man seinen Avatar gestalten (oder das alles überspringen):
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Wie von der Playstation 3 gewohnt, ist das NXE über Kreuz strukturiert. Das heisst, man erreicht die Menüs und Unterpunkte durch scrollen in der Senkrechten und Horzizontalen. Natürlich genau anders herum, als auf der PS3.
Ein wenig Umgewöhnungszeit muss man einrechnen, bis man die gewohnten Menüpunkte (die über die X-Box-Taste weiterhin in einer einfacheren Version vorhanden sind) findet.
 
Am Starttag, dem 19.11.2008, waren die Microsoft-Server so belegt, dass diverse Dateien nicht erreichbar waren. So konnte ich ein Madagascar 2-Video nicht laden und die Aktualisierungsdatei zum Abspielen von HD-Videos war auch nicht zu bekommen.
Noch ein Bug: Seit dem Update wird mein legal erspielter Erfolg bei den Fable 2 Pub Games zwar von den Symbolen her angezeigt, aber mit 0 Punkten berechnet. Das ist ja wohl Pfusch!
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Die neue Funktion, Spiele-DVDs auf Festplatte zu "installieren" (damit während des Spiels nicht auf das überlaute Laufwerk zurückgegriffen werden muss) klappt prima. Nach einem Spiel war meine 20 GB-Platte allerdings so voll, dass ein zweites Spiel keinen Platz mehr hatte.
 
Neue XBox 360 Arcade (also die ohne Festplatte für 179 EUR) haben neuerdings übrigens 256 MB eingebauten Speicher (beim Neukauf bitte nachfragen, um sicherzugehen, dass keine Altbestände verkauft werden). Aber auch die anderen Arcade-Besitzer müssen nicht verzweifeln, Microsoft bietet hier derzeit gratis Memorychips an.
Bis 4. Januar 2009 gab es übrigens vielerorts die XBox 360 mit 60 GB für 199.- EUR (statt 239.-) und die Elite mit 120 GB für 249.- EUR statt 299.-EUR im Anbebot. Diese Preise werden vielerorts auch wieder kurz vor Ostern 2009 genommen. Also aufpassen beim Konsolenkauf!
 
 
Fazit: Gute Ansätze, teilweise eleganteres Design, ein paar neue Funktionen, das alles wird durch kindliche Avatare aber wieder zunichte gemacht. Die XBox 360 bleibt ein Spielzeug für Jungs - Männer kaufen die PS3.
 
 
 
10/30/2008

Spielekritik: Fallout 3

 
Fallout 3 ist ein postapokalyptischer Rollenspiel-Western, der spielerisch einiges mit "Oblivion" zu tun hat.
 
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Nur hat die Spielwelt so gar nichts mit Fantasy gemein. Die Handlung setzt im Jahre 2277 ein, zweihundert Jahre nach einem verheerenden Atomkrieg mit China. Die Gesellschaftskultur ist im Fallout-Universum in den 50er-Jahren des letzten Jahrhunderts hängengeblieben. So verschnörkelt wie in "Bioshock" ist das Design jedoch nicht.
 
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Die Vorgeschichte beginnt mit der Geburt, dem Tode der Mutter und dem Babyalter, in welchem man diverse Charaktereigenschaften seiner Figur festlegt. Weiter geht es mit einer Geburtstagsfeier - hier bekommt man seinen "PIP-Boy 3000" überreicht - quasi den HUD des Spiels. Unzählige Menüs und Unterpunkte sind hier zu beachten. Nach einem "Test" zum 16. Geburtstag (hier werden weitere Charaktereigenschaften festgelegt) folgt die Flucht aus Vault 101, dem Bunker, in dem man geboren wurde.
Es lohnt sich, hier gelassen und sorgfältig verzugehen und sich mit den Eigenschaften der Steuerung und dem komplexen PIP-Boy 3000 vertraut zu machen. Auch sollte man alles durchsuchen und mitnehmen, was nicht niet- und nagelfest ist. Freilich muss man sich auch ausrüsten und die Ausrüstung verbessern, jenachdem, was man so findet oder erhält. Am Ende der Einleitung, beim Verlassen des Bunkers, erhält man - wie schon bei "Oblivion" - letztmals die Möglichkeit, alle bisherigen Einstellungen nochmals zu ändern.
 
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Fallout 2 ist nichts für ungeduldige Spieler, die nur "vorankommen" möchten. Die Entdeckung und Erkundung der Spielwelt machen einen großen Teil des Reizes aus. Dazu gehören auch umfangreiche steuerbare Dialoge. Die "Action" ist jederzeit pausierbar und durch taktische Auswahlmöglichkeiten steuerbar. Wer immer nur in Ego-Shooter-Manier auf alles ballert, wird schon schnell am Ende sein (zumindest am Ende der knappen Munition).
 
Zudem muss man sich genau überlegen, wie man seinen Charakter entwickeln möchte, welche der unzählichen Fertigkeiten und Fähigkeiten man ausbauen mag. Denn es ist unmöglich, eine Figur zu erschaffen, die in allem gleich gut ist. Dies ist auch nicht zu empfehlen, wer sich nicht spezialisiert, wird es später schwer haben.
Fertigkeitspunkte kann man nur beim Levelaufstieg vergeben - 20 Level sind möglich, aber sehr schwer zu erreichen.

 

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Meine Spielfigur  in der unübersichtlichen Third-Person-Ansicht (links) und der Bildschirm bei einem pausierten Kampf.

 
Wohin einen das Spiel führt und wie die Welt auf einen reagiert hängt sehr von den Entscheidungen, die man trifft ab. Da man jederzeit speichern kann, lohnt es sich, manche Dinge auf verschiedene Weisen zu probieren.
 
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Megaton: vorher - nachher. Läßt man die Bombe explodieren gibt es Geld und ein Appartement. Und böses Karma.
 
Das erste Nest außerhalb des Ödlandes, welches man gewöhnlich erreicht ist Megaton, eine Barackensiedlung, welche um einen Atrombombenblindgänger genbaut wurde. Man kann diesen entschärfen, oder aber einen Auftrag annehmen, die Bombe zu zünden. Was immer man auch tut: Zunächst sollte man diverse Aufträge annehmen, um seine Figur aufzuleveln und besser auszurüsten. So lohnt sich insbesondere die Missionskette der Lagermeisterin Moira, da bei (der anfangs recht einfachen) Erfüllung der Zusatzaufgaben sinnvolle Boni winken.
 
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Silverstone im Ödland (links) und Megaton mit Bombe (rechts).
 
Außerdem lernt man bei den Missionen mal die Umgebung kennen. Entdeckt man dort Orte, kann man künftig direkt per Menü zu ihnen reisen. Das ist ein feiner Zug des Spiel, ist doch das Ödland über weite Strecken halt sehr ... ähm ... öde.
 
Seinen Charme entfaltet das Spiel eh, wenn man nicht nur stur der Haupthandlung folgt, sondern die durchaus abwechslungsreichen Aufträge annimmt. Das Missionsdesign ist gelungen und man kann deutlich mehr unterschiedliche Aufträge erfüllen als z.B. in Far Cry 2. Erforschen, erkunden und entdecken sind Hauptaufgaben.
 
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Ein kleiner Blick auf Washington D.C. (oder was davon übrig geblieben ist).
 
 
Und hier mal ein Blick auf den Schluss des Spiels, das letzte Bild (in meiner Variation des Finales):
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Spoiler: Wer am Schluss den radioaktiven Raum betritt ist dann tot und das Spiel endet.
 
Mit einem Update vom Dezember 2008 ünterschützt Fallout 3 auchTrophäen auf der PS3. Es ist möglich, sie zu erhalten, wenn man von gespeicherten Spielständen aus weiterspielt, jedoch nur, wenn man damit eine Aufgabe abschliesst. Rückwirkend bekommt man für ein vor dem Trophäen-Patch durchgespieltes Spiel nichts verliehen.
Meine Spielzeit übrigens bis zum Ende: rund 43 Stunden. Kam mir aber sehr kurz(weilig) vor. Und motivert, mit einem älteren Spielstand weiterzuspielen und mehr zu endecken bin ich auch noch.
 

10/24/2008

Spielekritik: Fable 2 inkl. Astloch-Insel-Erweiterung

 
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Exklusiv für die XBox 360 ist nun das Fantasy-Rollenspiel FABLE 2 erschienen. Das klingt zwar zunächst mal nicht so aufregend, gilt doch im Rollenspielgenre gern der Spruch "Kennst Du eines, kennst Du alle". Schließlich funktionieren die Dinger ja alle nach dem gleichen Prinzip: Arme Bauerntölpel zu Helden aufleveln, einen mittelalterlichen Flohmarkt voller Tränke, Rüstungen, Schwerter und Zauberbücher verwalten und das Böse aus der Welt verdammen.
 
FABLE 2 hält sich natürlich grob an diese Konventionen, überschreitet die Grenzen aber hier und da und erweitert das Genre somit geschickt in Richtung "Sandbox-Game". Damit bezeichnet man eine freie Welt, die man nach Belieben erforschen und erleben kann.
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Ein paar Bilder aus dem Vorspann
 
Gaaanz so frei ist man dann im tatsächlichen Spiel aber nicht, aber immerhin darf man nach Belieben Gut oder Böse sein, heiraten und Kinder bekommen. Oder Kondome benutzen. Das ist im Fantasybereich jetzt wirklich mal neu. Seinen Charakter kann man zwar vielfältig ausbauen, Charakterklassen und ähnlichen Fantasyschwurbel hat Entwickler Peter Molyneux aber bewusst weggelassen.
 
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FABLE 2 ist ein Spiel, in dem man sich sofort wohlfühlen kann. Die Grafik ist zwar kunterbunt und comichaft, aber stets wunderschön anzusehen.
Die Steuerung ist dann schon wieder eher so ne Art von innovativ, für einige Feinheiten muss man dann doch ins umfangreiche Handbuch schauen, vor allem was das "Ausdrucksmittelsystem" betrifft. Fragt jetzt nicht, was das ist, das führt zu weit. Zudem ist das Game komlett in Deutsch - also nicht solch ein Murks wie Final Fantasy, welches bislang immer nur untertitelt war (eine Schnade, bei einem solch populärem Spiel!).
Einige Dinge sind dann für meinen Geschmack doch zu komplex, um nicht zu sagen umständlich. Und da die XBox-Standardtaste für "Abwählen" bzw. "Zurück" (nämlich das rote B) mit dem Zaubern belegt ist, haut man ständig versehentlich mitten in der Stadt finstere tödliche Zauber heraus, obwohl man doch nur aus irgend einem blöden Menü heraus will.
 
Gegen das Kampfsystem ist aber grundsätzlich nichts zu sagen. Da gibt es je eine Taste für Nahkampf, Fernkampf und Magie und netterweise weder Manavorräte noch Pfeile oder Kugeln, die sich verbrauchen. Das war ja in allen anderen Rollenspielen immer die große Ungerechtigkeit. Ein Extralob für den Designer, der dies abgeschafft hat. Warum sollte ein Magier immer Manatränke sammeln müssen, während ein Krieger immer zuschlagen konnte?! Das ist hier deutlich verbessert und sehr schön ausbalanciert.
 
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Sowohl on- wie offline kann man jederzeit einen Partner zum Koop-Spiel dazuschalten. Auch als Solospieler ist man nie allein, denn man hat seinen Hund dabei, den man zwar nicht steuern, aber beeinflussen kann. Dadurch findet er Schätze, killt Feinde und warnt einen vor Angreifern. Eine wirklich bezaubernde Idee, die mir sehr viel Spaß gemacht hat.
 
FABLE 2 ist einsteigerfreundlich, es lässt einen an keiner Stelle allein - stets weiss man, was zu tun ist. Man kann einem (abschaltbaren) leuchtenden Pfad folgen, der die aktuelle Quest anzeigt. Mehr Spaß macht es freilich, auch mal abseitige Wege zu gehen, denn es gibt überall Schätze zu finden.
 
Ganz so frei begehbar ist die Welt dann doch nicht, die Levelgrenzen sind schon sehr sehr deutlich, was vor allem auffällt, da die Hauptfigur nicht springen kann. Daher bleibt man ständig an irgendetwas hängen.
Technisch habe ich auch ein paar Macken festgestellt. So stützte ab und an die Musik "ab" und spielte nur noch sich wiederholende Dissonanzen. Vor Betreten der "Heulenden Hallen" schmierte Spiel samt Konsole ab und ich durfte beim letzten Speicherstand neu beginnen. Es empfiehlt sich daher, ab udn an auch mal selbst zu speichern, das Spiel startet dann genau an dieser Stelle wieder.
Im Moorlevel Wraithmarsh zitterte die Grafik plötzlich ständig, ohne, dass eine Ursache erkennbar war. Erst gaaaanz an Ende des umfangreichen Levels kommt man durch Geräusche drauf, warum die Erde bebt: Ein Zwischengegner haut auf den Boden. Dies hätte vorher erklärt werden sollen, ich hielt das Zittern bis dahin für einen (nervigen!) Fehler in der 3D-Grafik-Engine. Ein klarer Design-Mangel im Game.
 
Aber insgesamt macht das Spiel wirklich viel Spaß und ist allen Fans (in D ab 16) zu empfehlen.
 
Die Limited Collectors Edition wurde von Microsoft weltweit stark "eingedampft" und enthält lediglich eine (engl.) Bonus DVD und ein paar herunterladbare Extras. Darunter die auf den obigen Bildern zu sehende Halo-Rüstung des Master Chiefs. Solche kleine Späße ziehen sich durchs ganze Spiel (so gibt es z.B. Gamerscore-Punkte fürs Hühnerkicken). Verglichen mit Oblivion ist dieses Spiel eher ein großes Vergnügen und für ein breiteres Publikum geeignet.
 
Und hier noch ein paar Bilder vom Finale der Haupthandlung (nach der der Spiel aber trotzdem weiter geht und sogar neue Missionen anbietet!).
Tipp: Nur wer Liebe wählt, bekommt seinen Hund zurück.
 
Seit Anfang Januar 2008 kann man für derzeit 800 Points die "Astloch-Insel"-Erweiterung (rund 560 MB groß) herunterladen. Auf dieser Insel geht es sehr winterlich zu und Ziel der Mission ist es, dort wieder die Sonne aufgehen zu lassen.
Nach dem ersten Anspielen fand ich vieles etwas hakelig. Auch wurde ich in einem Fall die Einblendung einer angewählten Spielfigur am oberen Bildrand nicht mehr los, so dass im folgenden Kampf die Y-Taste für die Pistole nicht zu benutzen war, da bei Y immer die Infos der vermeindlich ausgewählten Person aufgerufen wurden. Ob ich mich vorher irgendwie verdrückt hatte oder das ein Bug war: keine Ahnung, aber nervig sind diese Einblendungen an oberen Bildschirmrand wirklich: denn man ist stets versucht, sie mit "Zurück" = B (was sonst überall gilt) wegzublenden, wobei man aber stets nur einen Zauber auslöst, welcher meist harmlose Dorfbewohner verschreckt und mühsam aufgebautes Vertrauen zerstört. Die Interaktion mit diesen NPCs ist somit eine klare Designschwäche, weil durch die Mehrfachbelegung der Standardtasten stets Bedienungsprobleme auftauchen - das gilt aber auch fürs Hauptspiel.
 
Obwohl ich auf der Astloch-Insel (nach nur einem Dungeon!) das Schneeproblem gelöst hatte, erhielt ich dennoch nicht den vorgesehen Gamerscore dafür.  Viel mehr kann man dort auch nicht machen, es gibt noch zwei langweile Nebenquests (u.a. Gegenstände mit dem Hauptspiel tauschen). Das war's. Von wegen "Erforschn sie die Astloch-Insel" - da gibt es nicht viel zu sehen. Spielspaß hat man für höchstens eine Stunde.
Also runter von der Iinsel und zurück zum Hauptspiel: Und siehe da, schon hat man ne neue Quest auf der Astlochinsel. Diesmal muss man die Hitzeprobleme lösen. Danach muss man wieder einmal hin- und herreisen, um die dritte Quest (Regen) zu erhalten. Das ist zwar wiedersinnig, aber es sorgt für einige zusätzliche Spielzeit und ein paar überraschend kniffelige Rätsel. Insgesamt lohnt sich die Erweiterung dann also doch.
 
Wer zudem Tränke und Zauber kaufen will, um ohne Sellerie deutlich dünner zu werden (z.T. 60% auf einmal!) muss die Erweiterung haben.
 
 
Mein Tipp fürs Hauptspiel: Kaufen oder sich schenken lassen!
 
 
 

Spielekritik: Far Cry 2

 
 
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Mit FAR CRY 2 ist nun Ubisofts "Afrikasimulator" erschienen. 50 Quadratkilometer Gelände wurden virtuell nachgebaut, freilich alles frei erfunden, aber dennoch so nah an der Wirklichkeit, dass man als Spieler ab und an ins Staunen kommt. So akurat, wie in "Assassin's Creed" zum Beispiel Damaskus nachempfunden wurde (ohne tatsächlich viel mit der wirklichen Stadt gemein zu haben), so genau nahm man es mit dem Schwarzen Kontinent.  Ubisoft-Mitarbeiter reisten nach Afrika, holten sich Inspirationen und übertrugen sie in das Spiel.
 
Natürlich ist auch FAR CRY 2 ein Shooter. Mit Waffengewalt kämpft man gegen Rebellen und Aufständische, immer auf der Suche nach dem "Schakal", der die Parteien eines Bürgerkrieges mit Waffen beliefert.
 
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Was FAR CRY 2 von anderen Ballerspielen unterscheidet, ist die große, offene Spielwelt, die grundsätzlich völlig frei begeh- und befahrbar ist. Natürlich muss man Missionen bestreiten, um in der Handlung voranzukommen und vor allem, seine Malaria in Schach zu halten. Denn ohne Medikamente gibt man nach einiger Zeit den virtuellen Löffel ab, was das freie Erkunden der Welt dann doch etwas behindert.
Zudem stößt man auf den Straßen ab und an auf bewaffnete Patrouillen und Wachposten, die man ohne regelmäßigen Munitions- und Waffennachschub ebenfalls nicht besiegt. Denn im Spiel von Gegnern erbeutete Waffen sind unzuverlässig und sollten gegen beim Waffenhändler gekaufte ausgetauscht werden. Hierzu sind Diamanten nötig, die man überall in der Welt verstreut finden kann.
 
Speichern ist nur in "Safehouses" möglich, auch die muss man erst einmal entdecken. Blöderweise werden einmal eroberte Orte und Wachposten stets wieder neu besetzt, so dass man für lange Wege übers Land lieber den "Bus-Service" in Anspruch nehmen sollte.
 
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Die Missionen sind ein wenig eintönig, zumal man immer wieder Rebellennester bekämpft. Dafür ist die Umsetzung spektakulär und die spielerische Freiheit hoch.
Feuer und Tag-/Nachtwechsel sind durchaus spielbestimmende Elemente. Zudem stehen dem Spieler Kameraden zur Verfügung, auf die man im Verlauf der Handlung stößt. Diese helfen bei Missionen, erteilen aber auch alternative Aufträge. Dabei sollte man aber auf die acht geben, denn sterben diese Buddys, sind sie für immer aus der Spielwelt verschwunden.
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Die Limited Edition des Spiels enthält ein T-Shirt (Größe L), eine sehr knappe Making Of-DVD, ein Artbook, ein Poster mit Karte auf der Rückseite und natürlich das Spiel (welches die Karte in einfacherer Ausführung auch noch enthält).
Das Spiel unterstützt auf der PS3 Trophäen.
 
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Der Schwierigkeitsgrad ist in 4 Stufen einstellbar, aber freilich auch auf "Einfach" nicht zu leicht.
 
Fazit: Spannenes Abenteuerspiel mit überzeugender Optik. Einer der Höhepunkte des Spielejahres 2008.
 
 
 
 
10/9/2008

XBox 360 vs. Playstation 3 - ein Vergleich (Updates)

 
 
Neuigkeiten sind von der Konsolenfront zu hören (Stand 17. Mai 2009)
 
XBox 360:
Das Herbstupdate 2008, u.a. mit umfangreichen Änderungen am Erscheinungsbild ("Dashboard" genannt), erschien weltwelt am 19. November 2008. Details: siehe weiter oben in den Blogeinträgen vom November 2008. Eine neue Benutzeroberfläche, die Einführung von Avataren ("Spielerfiguren") und viel mehr erwarten dann den XBox 360-User.
Ab Dezember 2008 sind in der Arcade-Version der Konsole, also der Billigfassung für rund 179 EUR,interne Speicerchips mit 256 MB verbaut. Eine Memorycard ist daher nicht mehr unbedingt erforderlich.
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Dasboard: vorher - nachher
und Offline...
...im Vergleich zu Online.
 
Massive Preissenkungen ab dem 19. August 2008 sind erfolgt:
Die "Arcade" (ohne Festplatte, aber mit nunmehr 256 MB Speicherchip oder Flashspeicher) kostet dann rund 180 EUR, die 60 GB-Version 240 EUR (also immer noch billiger das Kinder- und Alte-Leute-Spielzeug Wii) und die 120 GB-Version rund 300 EUR. Die 20 GB Version läuft aus, die also nicht mehr kaufen, schon gar nicht zum alten Preis.
Im Weihnachtsgeschäft 2008 und Ostern 2009 sind XBox 360 zum Teil deutlich unter diesen Preisen aufgetaucht. So gab es z.B. die 60 GB-Version  für unter 200 EUR (statt 239.- EUR) und die Elite statt für 299.- EUR für 249.- EUR. Also gilt: Angebote beachten!
 
Playstation 3:
 
 
Seit kurz vor Weihnachten 2008 gibt es für den Controller eine aufsteckbare Tastatur (Bluetooth), die neben vielen Sondertasten auch eine Touchpad-Funktion enthält.
Da man sie für Internet, Mails und Chats bei HOME nutzen kann, ist sie deutlich zweckvoller, als das schon länger erhältliche Pendant von Microsoft für die XBox 360.
 
Seit Ende September 2008 wird die PS3 zum Festplattenrekorder. Hierzu gibt es das Zusatzmodul "Play TV" für rund 89 EUR. Es empfängt über DVB-T und legt die Sendungen auf der PS3 ab. Die muss bei der Aufnahme natürlich laufen. Was übrigens fett Strom kostet. Die sonstigen Funktionen von Play TV sind eher noch bescheiden und die Bildqualität je nach DVB-T-Empfang ... naja ... unterschiedlich. Eine DVB-T-Antenne ist schon mal nicht enthalten.
 
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Seit Softwareupdate 2.41 der PS3 (aktuell: 2.76 ab 17. Mai 2009) kamen neue Funktionen dazu: Trophäen und mehr Komfort. Dafür bleiben die Preise gleich (hoch). Immerhin soll das Onlinespielen nach wie vor gebührenfrei bleiben (Hier kassiert Microsoft für das LIVE-Spielen auf der XBox 360 noch immer horrende Beträge, die mir heutzutage nicht mehr angemessen scheinen, aber dafür ist zugegeben X Box Live auch deutlich besser). Gereüchte, wonach die PS3 ab April 2009 preiswerter werden soll, sind bislang nicht bestätigt (das ist auch nicht eingetreten).
Alle neuen Spiele unterstützen derzeit Trophäen. Bei älteren Spielen gibt es zum Teil Updates, oft jedoch nicht. Zumindest "Uncharted" muss man, sofern man es bereits gespielt hat, nach dem Update auf die 1.01 neu beginnen (ohne Übernahme der gefundenen Schätze), sofern man die Trophäen neu erwerben will. Das dürfte bei anderen Games ähnlich sein. Ab 2009 sollen alle Spiele das Belohnungssystem unterstützen - warten wir's  mal ab...
 
Ab Ende August 2008 wurde auch in Europa das bisherige 40 GB Modell der PS3 durch eines mit 80 GB-Festplatte ersetzt werden. Der Preis blieb wie bisher, also knapp 400 EUR, es wurden jedoch bereits einige "Bundle-Angebote" vorgestellt und angekündigt. Die "neue" Version der PS3 enthält auch den Dualshock 3-Controller. Die Bundles kosten rund 430- 460 EUR. Eine 160 GB-Variante der Konsolebibt es ebenfalls ab Ende Oktober 2008. Die kostet rund 450 EUR und enthält zunächst einen Download-Gutschein im Wert von 70 EUR (wie lange weiss ich nicht). Normale S-ATA Notebook-Festplatten passen übrigens problemlos in die PS3 (sofern FAT32 oder noch nicht formatiert), hier kann und soll man selbst Speicherpatz nachrüsten ohne die Garantie zu verlieren.
 
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Mit Burnout Paradise für 29,99 und WipEOut HD für 17,99 EUR (in Deutschland) gibt es auf dem Playstation Network ab dem 25.9. auch wieder tolle Software. Auch PAIN wurde erweitert. Mittlerweile, im Mai 2009, kann das Playstation Network mit dem von Microsoft auf der XBox 360 fast mithalten. Jeden Donnerstag sollen neue Downloads dazukommen.
 
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Aber nicht überall ... Mengenlehre im Playstation Store: Da werden (Stand 8.10.2008) in der entsprechenden Rubrik "jede Menge Videoclips" angekündigt. Klickt man drauf, findet man - genau EINEN. LOL.
Mittlerweile, also seit Anfang Dezember 2008 sind dort aber ein paar mehr Sachen zu finden, u.a. extra produzierte Kurzfilme von bekannten Produzenten.
 
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Alle News zusammenfasst habe ich in einen großen Vergleich eingearbeitet und der findet sich ab HIER.
 
9/27/2008

Spielekritik: WipEout HD

 
Im Playstation Network (PSN), also online über die PS3, kann man nun für 17,99 EUR das futuristische Rennspiel WipEout HD downloaden. Ende Dez. 2008 ist das Spiel im Rahmen der Weihnachtsangebote bei PSN sogar günstiger zu haben.
 
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Der Download ist knapp ein Gigabyte groß. Nach der Installation präsentiert sich auf der PS3 das obige Startbild.
Wer die Wipeout-Reihe nicht kennt: In diesem Game rasen wir mit futuristischen Schwebegleitern über fantastische Strecken in einer zukünftigen Metropole. Die Strecken sind dabei sehr abwechslungsreich gestaltet, teilweise geht es wie in einer Achterbahn zu - nur nicht so lahm. Wie bei den meisten Download-Spielen wird auf eine Hintergrundgeschichte völlig verzichtet, man konzentriert sich aufs "Kerngeschäft".
 
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Das Spielgeschehen ist in eine Kampagne, einen "Rennbox" genannten Schnellspielmodus und das Online-Game aufgegliedert. Strecken für die "Rennbox" schaltet man aber erst durch ein Fortkommen in der Kampagne frei.
Die Kampagne gliedert sich in acht Kapitel von denen jedes diverse Rennen enthält. Um ein weiteres Kapitel zu erreichen muss man eine bestimmte Punktzahl erreichen, wobei lediglich die Plätze 1 bis 3 überhaupt Punkte erhalten. Ist es Anfangs nur relativ leicht, diese Bedingungen zu erfüllen, muss man sich bereits im Kapitel 3 mächtig bemühen, die Vorgaben einzuhalten. Mal sind hierzu allein Zeitrennen zu fahren ("Schnell Runde" oder 3 Runden mit Gesamtzeit), mal ein Zeitrennen gegen sieben Gegner und ein anderes Mal ein sogenanntes Zonenrennen. Hier wird das Spiel zu psychedelischer Grafik immer schneller und man muss möglichst lange überleben. Denn Berührungen der Bande kosten Energie und wenn diese am Ende ist, explodiert der Gleiter (welcher Logik das auch immer folgen mag).
Beim Rennen gegen Gegner sind Speed-Ups und Waffen im Spiel. Ähnlich wie bei Mario Kart beharkt man hier seine Gegner. Das macht wirklich Laune, es aber nicht einfacher, einen der vorderen Plätze zu erreichen. Der Schwierigkeitsgrad ist schon auf der Einstellung "einfach" happig und teilweise fragt man sich wirklich, wie man die Vorgabezeiten erreichen soll. Die Online-Weltbestzeiten zeigen einem auch schnell an, dass dies nur wenigen 100 Leuten bislang geglückt ist. Tipps und Tricks gibt es wenig und der Umstand, dass man bei Zeitrennen pro Runde einen Extraboost zur Verfügung hat versteckt sich in der Anleitung.
 
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Das Ganze findet in lupenreinem HD bei butterweichen 60 Bildern pro Sekunde statt. Die Tiefenschärfen und Bewegungsunschärfen auf meinen obigen Bildern stammen aus der Fotofunktion des Programmes, hier kann man nämlich einige Effekte aktvieren. Wer die treibende Electro-Musik von WipEout HD nicht mag, kann problemlos eigene Musikdateien abspielen.
 
Online über das PSN (welches ja nach wie vor kostenlos ist) findet man schnell Rennen und Tuniere, in die einzusteigen wirklich Spaß macht. Während ich sonst fast nie online spiele, machte hier das Rennen gegen echte Gegner aus aller Welt viel Laune. Das liegt auch daran, dass die Technik meist hervorragend funktioniert und das Spiel auch online weder ruckelte, noch irgendwelche Aussetzer hatte. Einziges Manko: Ab und an fand das Spiel keinen Online-Server. Zudem stürzte die Playstation 3 beim Starten einiger Spiele vollständig ab und musste neu gestartet werden. Mittlerweile gibt es eine Version 1.20, mit der einige Fehler bereinigt wurden. Außerdem wurden nun 3 Schwierigkeitsgrade eingeführt, so dass auch Anfänger die Kampagne bewältigen können. Dies motiviert doch, denn in der Auslieferungsversion war das Spiel einfach zu schwer.  
 
WipEout HD unterstützt Trophäen. Die Trophies bringen zusätzliche Motivation, zumal man einige davon auch relativ leicht erreichen kann (im Gegensatz zum Beispiel zu den fast unmöglichen Anforderungen von "Pain").
 
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Insgesamt lohnt sich der Download von WipEout HD sehr.
 
9/1/2008

Spielekritik: Ratchet & Clank - Quest for Booty

 
 
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Per Download ist es im Playstation Network seit Ende August 2008, per Datenträger ab Mitte September erhältlich: Das Ratchet & Clank-Addon "Quest for Booty" welches freundlicherweise sogar ohne das Hauptspiel (mit dem wunderbaren deutschen Titel "Tools of Destruction") läuft. Für knapp 15 EUR kann man die etwas über 3 Gigabyte herunterladen - was schon mal eine Weile dauert, bei mir eine ganze Nacht. Dann installiert man noch eine zeitlang und hofft, dass das Original-Downloadfile danach nicht als Dateileiche irgendwo auf der Festplatte der PS3 liegen bleibt. Denn der Platz ist bekanntlich immer knapp. Aber ich schweife ab.
 
"Quest for Booty" schließt an das Hauptspiel an, welches ich mittlerweile auch vollständig durchgespielt habe und das sehr viel Spaß machte, umfangreicher, aber auch deutlich schwieriger ist. "Quest" ist nicht allzu lang, man spielt zwischen 4 bis 5 Stunden, schätze ich.
 
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Nach einem kurzen Intermezzo auf verregneten Piraten-Frachtern (welches an das Finale von "Uncharted - Drakes Schicksal" erinnert!) startet das Spiel auf einer wunderschönen Insel. Hier hat man zunächst ein paar Jump and Run-Passagen zu bewältigen. Für Abwechslung ist gesorgt - und Ratchets neues Gadget (eine Art Magnet-Manipulator) sorgt für kurzweiligen Hüpfspaß. Waffen hat man an dieser Stelle keine mehr, die bekommt man erst später im Spiel dazu.
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Nach einem Robo-Piratenangriff darf man dann aber auch ballern. Es geht in einigen Höhlen weiter, wo auf dem Hinweg Geschicklichkeitsaufgaben und ein paar einfache Rätsel gefragt sein und auf dem Rückweg schiere Feuerkraft. Wieder zurück auf der Insel kämpft man gegen einige Wellen von Piraten, wobei sich diese Kämpfe recht abwechslungsreich gestalten. und netterweise schnell vorbei sind. Danach geht es auf dei Insel des Piratenkapitäns, wo wieder allerhand gerätselt und gehüpft wird.
 
Hat man diese Aufgaben bewältigt, folgen ein paar Höhlensysteme, die eine Kombination des bis dahin "gerlernten" verlangen, aber nach ein paar Versuchen dürften auch die jedem Spieler gelingen. Der Endkampf zieht sich über diverse Piratenschiffe und ist mit ein klein wenig Taktik leicht zu gewinnen.
 
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"Quest for Booty" ist ein Wohlfühlspiel - es macht Laune, ist nicht zu schwer, hat witzige Dialoge und köstliche Einfälle (z.B. die aus dem Hauptspiel bekannten "Zoni", die die reichsten Wesen der Galaxis werden wollen). Technische Macken gibt es nur wenige, lediglich die Sprachausgabe ist viel zu leise. Um mitzubekommen, was die Nebenpersonen sagen, muss man stets genau in ihre Richtung schauen. Dreht man die Spielfigur, verliert sich das Sprachsignal im Surround und wird zu leise. Auf Stereo umzuschalten bringt da auch nichts.
Die Anzahl der Waffen und Geräte in diesem Spiel ist sehr beschränkt, was für die 4 Level aber ausreichen ist. Hier ist "Tools of Destruction", das Hauptspiel, sehr überladen.
 
Am Schluß des Abspanns verrät Hersteller Insomniac, dass das Abenteuer Ende 2009 weiter gehen wird.  Genug Zeit für mich, auch mal das Hauptspiel abzuschließen. Denn Spaß macht "Ratchet & Clank" - wie immer - allemal. 
 
 
8/12/2008

Spielekritik: Uncharted - Drakes Schicksal

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Dieses Abenteuerspiel ist exklusiv für die Playstation 3 erschienen und ist seit Mitte 2008 in einer preiswerteren Edition erhältlich. Es stammt vom Entwicklungsstudio "Naughty Dog", welches schon Spieleperlen wie "Jak und Dexter" entworfen hat.
 
"Uncharted" führt den Abenteurer und Schatzsucher Nathan Drake ein, der in Indiana Jones-Manier hinter dem Goldschatz von El Dorado her ist. Die Aufgaben des Spielers sind Klettern, Rätseln, Erforschen und Schießen. Die Hintergrundgeschichte ist weder sonderlich neu noch fesselnd, sorgt aber gleichwohl für gute Unterhaltung.
 
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Das in 22 Kapitel unterteilte Abenteuer wurde sehr schön ins Deutsche übersetzt und besticht vor allem durch seine gelungene Optik. Dschungel, Ruinen und versunkene Städte sehen einfach überwältigend aus. Mit Einschränkungen gilt dies auch für die Höhlensysteme und unterirdischen Anlagen. Erst gegen Ende nähert sich die Optik eher düsteren Horrorspielen an - weil auch die Handlung in diese Richtung abdriftet. Sie verliert daher auch viel von ihrer lockeren Leichtigkeit, welche die ersten Kapitel beherrscht. Gleichwohl besticht das Spiel durch ein wirklich gelungenes Level-Design. Beinahe alle Schauplätze, die man in der Ferne sieht, wird man auch betreten.
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Die Steuerung des Spiels ist überwiegend gelungen. Geschossen und Deckung gesucht wird wie in dem indizierten Epic Shooter (der auch in "Stirb Langsam 4.0" vorkommt), Klettern und Laufen gehen beinahe von selbst von der Hand (bzw. dem Joypad). Das Spiel versucht einem zu helfen, wenn man den weiteren Weg nicht findet, aber die Hilfen kommen erstens zu früh und sind zweitens dann oft zu ungenau. Daher gab es einige Stellen, an deren ich erst in einer Komplettlösung nachlesen musste, wie und wo es denn weitergeht. Das ist verbesserungsbedürftig.
 
Die Kämpfe (überwiegend mit Waffen, ab und an mit den Fäusten) sind meist fordernd und an einigen Stellen ziemlich schwer. Zumindest beim ersten Durchspielen, denn wenn man erst einmal weiss, was kommt, wird vieles etwas einfacher. Frust kommt auch auf, weil das Spiel sich selbst nicht treu ist: Da muss man 18 Kapitel lang erst jeden Raum komplett von Gegnern "säubern", um weiterzukommen, um dann im Kapitel 19 im Generatorraum festzustellen, dass man bloss nicht stehenbleiben und kämpfen darf, sondern einfach durch die nächste Tür rennen muss ...
In anderen Situationen muss man nicht nur an Lianen schwingen und abspringen, sondern plötzlich auch ein paar Pixel nach oben oder unten klettern bevor man die übliche Routine abspielt. Das sind Designfehler, die in der Fortsetzung (die angekündigt ist) behoben werden müssen.
 
In dem Spiel kann man 1000 "Gamerscore"-artige Punkte sammeln. Seit Anfang August 2008 unterstützt das Spiel auch Sonys Trophäen-System. Hierzu wird, wenn nötig, ein 15MB-Update geladen. Es lohnt sich also für Leute, die das Spiel schon länger haben, einmal online zu gehen, bevor sie das Game wieder spielen. Allerdings muss man tatsächlich komplett von vorne anfangen und darf auch keine gefundenen Schätze übernehmen, auch wenn das Spiel einem das beim Neustart anbietet.
Nur so kann man die ganzen Auszeichnungen neu erwerben. Da das Spiel aber immer wieder Spaß macht, ist dies eigentlich eher motivierend, fand ich.
 
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Uncharted ist ein kurzweiliges und spannendes Abenteuerspiel das mir viel Spaß gemacht hat und auch noch sehr gut aussieht.
Die Altersfreigabe (ab 16 in D) scheint mir angemessen.
Und damit niemand sagen kann, ich hätte das Spiel nicht bis zum Ende getestet (und für gut befunden) hier ein paar Fotos aus dem Finale, darunter auch das letzte Bild aus dem Spiel:
 
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Showdown auf einem Frachter: optisch enttäuschend, spielerisch nicht zu schwer. Danach verschwindet die düstere Stimmung und es folgt ein Happy End ...
 
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I'm a poor lonesome Drakeboy ....
7/4/2008

Klimawandel - na und?

 
Was macht das Klima eigentlich den ganzen Tag, wenn der Mensch irgendwann mal weg ist?
Freut es sich, dass es endlich vermeindlich unbeeinflusst bleiben darf?
Wobei es sich ja auch ohne den Menschen seit Millionen von Jahren ändert, so wie es die Welt gerade gebietet.
Der Mensch ist ja das erste Lebewesen, das einfach einen angenehmen Sommertag im Juni als Standard festsetzt und künftig alle Tage so haben will. Und der alles andere dreht, damit es so schön bleibt. Daher wird nun alles verboten oder versteuert, weil das schöne Wetter wichtiger ist als das Leben an sich.
 
Demnächst werden dann Vulkane verboten, und sich verschiebende Erdplatten, weil die ja auch die ganze Geografie durcheinanderbringen. Und damit auch das Klima.
Weia.
Es wird schlimm enden.
 
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7/2/2008

Linkin Park Live in Berlin 2008 (Waldbühne)

 
Project Revolution Tour 2008
 
Die Berliner Waldbühne fasst über 20.000 Zuschauer und ist in einem natürlichen Talkessel gelegen. Von den Tribünen hat man eine gute Sicht auf die Bühne und die Akustik ist sehr gut.
 
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Ende Juni 2008 trat dort die amerikanische Band LINKIN PARK auf.
 
Die frühen Zuschauer wurden zum Einlass von einem Regenschauer erwartet, doch zum Konzert hin klarte der Himmel auf und es wurde sonnig und angenehm.
Als Vorgruppen traten N.E.R.D. und HIM auf, hatte man die überstanden, legte Linkin Park mit "What I've Done" gleich mächtig los. "Faint" und "No More Sorrow" folgten ohne Pause. Das Publikum stand vom ersten Takt an auf den Sitzreihen, im Innenbereich vor der Bühne ging eh mächtig die Post ab.
Die Band liess in der Folge keinen Hit aus, zumindest vermisste man so richtig nichts. Einschließlich der Zugaben spielen sie 21 Titel, das ganze endete mit famosen "A Place For my Head" und "One Step Closer" - da wurde mal so richtig gebrüllt.
 
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Auch Balladen gab es, standesgemäß wurden dazu die leuchtenden Handys hochgehalten *g*
 
Insgesamt ein genial gutes Konzert, das richtig gute Laune verbreitete, obwohl es mit 90 Minuten nicht sonderlich lang war.
 
 

XBox 360 vs. Playstation 3: Ein Vergleich (Updates)

 
Mein ausführlicher Vergleichsartikel zwischen PS3 und XBox 360 findet sich weiter unten auf dieser Seite bzw. ist über den Link hier zu erreichen.
Hier noch ein paar Updates (Stand: 17. Mai 2009)
 
 
Systemupdate (Betriebssystem und Benutzeroberfläche) für die Konsolen
 
Playstation 3:
 
Seit 14. Mai 2009 ist Systemupdate Version 2.76 für die PS3 erhältlich. Hier sind im Vergleich zu 2.70 nur ein paar "Spielverbesserungen" hinzugekommen.
Neu sind seit 2.70 hier hauptsächlich Chatfunktionen während des Spiels und ein Lautstärke-Normalisierer, den man nun optional zuschalten kann, um vor überlauten Tönen geschützt zu sein.
Neu seit 2.60 ist die "Photos Gallery" bei den Bildern, die man allerdings mit 105 MB extra herunterladen muss. Dann hat man mehr Anzeige- und Sortiermöglichkeiten bei Bilddateien. Außerdem werden mehr DivX-Videos unterstützt. Und auf den Playstation Store kann man auch ohne Network Konto zugreifen, was ganz interessant ist für Leute, die einfach mal reinschauen wollen.
Neuerungen bei der Vorversion lagen (im Vergleich zu 2.43) bei den Videooptionen - man kann sich jetzt für DivX VOD (Video On Demand) registrieren und entsprechende Dateien abspielen. Der Internet Browser unterstützt nun auch Adobes Flash Player 9. Etliche Einstellmöglichkeiten wurden verbessert. Die 2.53 spielt Flash Videos auch im Vollbild. Details: Siehe bei dem Link.
 
  
Seit Update 2.41 hatte Sony den langerwarteten Zugriff auf die Playstation 3-Steuerung ("XMB", also Cross-Media-Bar genannt) auch von jedem PS3-Spiel aus ermöglicht. Der Zugriff ist allerdings begrenzt, das heisst, man kann nicht ALLES machen. Wenn Spiele dies zulassen, kann man aber immerhin eigene Musik abspielen oder diverse Einstellungen vornehmen. Zudem wurde endlich eine dem XBox 360-Gamerscore ähnliche Erfolgsliste eingeführt, in der man "Erfolge" (hier Trophäen genannt) aus Spielen speichern und Freunden anzeigen kann. Daher gibt es in der Rubik "Spiele" einen neuen Eintrag, hier kann man sich die erworbenen und fehlenden Trophäen im Detail ansehen (aber nur, sofern man schon eine hat):
 
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Neue Spiele ab 2009 unterstützen alle Trophäen. Für einige ältere Games sind Patches angekündigt. Mit Freunden kann man, wie bei der XBox 360, seine Auszeichnungen vergleichen. Naja, Fallout 3 unterstützte Trophäen in der Auslieferungsversion schon mal nicht ... grummel! Sie wurden aber per Onlineupdate nachgeliefert - da hatte ich das Spiel aber schon durch - udn rückwirkend gibt es die Auszeichnungen nicht. Bei Little Big Planet kann man Trophäen z.B. relativ leicht erringen - in einigen User-Levels sogar etliche auf einmal in wenigen Sekunden.
 
Die jeweils neue Systemsoftware kann man entweder mit laufender Internetverbindung mit der PS3 aufspielen, oder mit einem Computer HIER runterladen und dann per gebrannter CD oder über USB anschließbare Geräte einspielen. Das Update-Verzeichnis muss dabei auf externen Datenträgern PS3/UPDATE (großgeschrieben!) lauten! Den Dateinamen PS3UPDAT.PUP der Sony-Update-Datei darf man auch nicht ändern (das heisst, man darf schon, es funktioniert dann aber nicht *g*). Ein "Downgrade" auf eine ältere Version als jene, die man hat, ist nicht möglich.
 
Update 2.76 ist knapp 140 MB groß. Es enthält alle Vorgängerversionen, man kann also von einer beliebigen niedrigeren Version aus updaten und kann alle Zwischenschritte überspringen. Es empfiehlt sich normalerweise immer, die aktuelle Version zu verwenden, viele neue Eigenschaften der PS3 werden nur durch die Updates verfügbar. Welche das sind, kann man unter obigem Link nachlesen. Einige Spiele laufen auch nur (oder besser) mit aktueller Software. Updates für Spiele selbst werden zudem automatisch geladen, wenn das Spiel bei bestehender Internetverbindung gestartet wird. Das kann manchmal blitzschnell gehen, manchmal ewiglich dauern (ewig z.B. bei GT5 Prologue oder auch NfS:PS). Manche Spiele laden gern auch mal Updates von 400 MB herunter...
 
Ein paar Worte zu älteren Versionen, damit man mal sieht, was sich so ändert: Die Version 2.43 brachte für europäische Nutzer nichts Neues. Die Version 2.42 brachte einige (unbekannte) Performance-Verbesserungen bei Spielen, aber sonst auch nichts Neues. 2.41 ab dem 8. Juli 2008 präsentierte seinerzeit wieder richtige Mehrwerte, auch wenn Boris Schneider-Johne in seinem Privatblog zurecht etwas lästert und das Ganze als "müde Kopie" der XBox 360-Funktionen bezeichnet. Ein erstes Foto von der neuen Trophäen-Funktion im Spiele-Menü sieht man oben. Dank eines Updates von Super Stardust HD auf Version 4.0 (läuft seit dem 8. Juli 2008 gegen Abend) konnte ich so meine ersten Trophäen sehen. Somit gibt es einen Grund weniger, auf der lauten XBox 360 laufende Spiele zu kaufen, wenn es die auch für die PS3 gibt. Mittlerweile unterstützt auch "Pixel Junk Eden" (macht viel Spaß) die Trophäen, die aber schwer zu erringen sind sowie "Uncharted: Drakes Schicksal" mach einem 15 MB-Update auf die 1.01. Trophäen erringt man dabei aber nur, wenn man von vorne spielt und bei Null neu beginnt. Ab 2009 sollten eigentlich alle neuen Spiele das Belohnungssystem unterstützen, ansonsten werden manchmal Online-Updates (z.B. Fallout 3) nachgereicht.
 
Peinlich freilich, dass man von Sony offenbar zunächst eine Version (2.40) freigegeben hatte, die auf einigen Geräten zu "Fehlern" führte (die Konsolen starteten nicht mehr).
 
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Diese Bildschirme sieht man nur, wenn man online ist. Sieht ein wenig dröge aus... Immerhin werden spielespezifische Symbole im ersten Bildschirm angezeigt. Aber nur online und auch nur, wenn man vorher online ins Spiele--->Trophäen-Menu gegangen ist, um die Auszeichnungen auf der PS3 mit dem Sony-Server zu "synchronisiersen". Warum es trotzdem keine offizielle "Playercard" gibt, bleibt rätselhaft.
 
 
Der offene Betatest von HOME, der virtuellen Welt von Sony läuft seit dem 11.12.2008. HOME ist  eine Art virtuelle Lebensumwelt für einen Avatar sein, in der man mit anderen Usern zum Beispiel Bowlen oder Billiard spielen kann. Also wie GTA4, nur ohne Gangster. Und ohne Handlung.
In HOME soll man sich mit anderen Spielern virtuell treffen können, um sich zu Games, die man gerade spielt, austauschen zu können. Man kann dort Verabredungen zu Online-Spielen ausmachen und diese auch direkt starten. Noch läuft die Beta, mal sehen, wann es Alpha wird... 
 
XBox 360
 
Die XBOX360 aktualisiert sich bei bestehender Internetverbindung ebenfalls selbst, mit der Zeit - und keinesweg so häufig wie auf der PS3 - kommen auch hier neue Funktionen dazu. Zuletzt wurde die Benutzeroberfläche, Dashboard genannt, (und auch das Internetangebot) verändert und neu strukturiert ist. Die PS3 bietet bei den (häufigeren) Systemupdates allerdings viel mehr, da kommen völlig neue Funktionen dazu, die bei der XBox 360 einfach fehlen (diverse Videoformat-Unterstützungen, neue Audioformate usw).
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Bis 18.11.2008: das alte Dashboard: ein unübersichtlicher Mix aus Online- und Offlineinhalten. Besonders verwirrend, dass auf der Spielelistenseite rechts auch Spiele auftauchen, die man gar nicht hat.
 
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Ab 18.11.2008: Neues Dashboard: ein unübersichtlicher Mix aus Online- und Offlineinhalten. Na gut, sooo unübersichtlich ist es nicht, wenn man sich einmal eingefuchst hat.
 
Seit dem 19. November 2008 gibt es ein umfangreiches Dashboard-Update, welches dann tatsächlich auch der XBox 360 Verbesserungen bringt. Welche das sind, erzählt Boris Schneider-Johne hier. Es handelt sich um ein komplettes Redesign und wird auch Avatare (Spielerfiguren) einführen und eine vollkommen neue Optik. 
 
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Ein schönes Flipperspiel gibt's nur bei XBox Arcade.
 
Der bisher bestehende Größenlimit für X Box 360 Arcade-Spiele wurde jedoch erhöht, von 150 auf 350 MB (wodurch Spieler mit der Billigversion "XBox 360 Arcade", die nur 256 MB Speicher hat, etwas blöd dastehen!). Die Spiele selbst sollen dadurch aber besser werden, zudem wurden schlechte oder unbeliebte Arcade-Games mal "ausgemistet". Welche das sind, zeigt der Link.
 
Seit Juni 2008 gibt es auch ein dringend benötigtes Tool, mit dem man "offline" von einer alten auf eine neue (größere) XBox 360-Festplatte "umziehen" kann, ohne seine Lizenzen für Arcade-Spiele zu verlieren. Keine Ahnung, wo ich dieses Tool finde, ich hab es jedenfalls bis Anfang Juli 2008 nirgends zum Download gefunden.
 
Nervig: Schaut man sich mit den neuen Dashboard eine HD-Spielezeitschrifts-Disk an (die es mittlerweile ja vielfach gibt), kommt man in ein Menü, in dem die auf der disk vorhandnen Filme allesamt mit ungefährer Minutenzeit der Dauer angezeigt werden (auf der PS3 geht das übriegns sekundengenau und auch während der Wiedergabe!). Klickt man einen Film an, öffnet sich der aber nicht, sondern ein weiteres Menü mit weniger Informationen als vorher (die Zeitabgabe fehlt nun). Hier kann man aber nur den Film starten oder es sein lassen. Völlig überflüssig und ohne jeden Sinn. Was soll das!? Wie oft soll man den Start des Videos denn noch bestätigen?
  
2008 neu ist bei der XBox 360 die Möglichkeit zum Spielfilmdownload (vermehrt auch im HD-Format) bereits zum Starttermin der DVD im Handel. Das Angebot von  Filmen wechselt ab und an. Vorschauen kann man sich nunmehr als Streaming Video ansehen, ohne sie herunterladen zu müssen/können. Hier flackert bei mir beim Start sekundenlang der Bildschirm, während der Ton schon losläuft, so dass der Anfang des Videos stets fehlt. Beim neuen Dashboard ist dies aber besser.
Ähnliches gibt es auf der PS3 derzeit (Herbst 2008) freilich nicht. Wem also DVDs und Blu-Ray Disks zu scharf und zu vollgepackt mit Extras, Ton- und Sprachversionen sind und die Mediathek zu teuer, darf sich den Download der teilweise etlichen Gigabyte großen Filme gerne ... ähm ... antun. Das ist die Zukunft, sagen einem die Marketingmenschen.
Ich jedoch liebe Datenträger, die nicht nach ein paar Tagen "ablaufen". Ich mag Bonusmaterial! Ich lechze nach diversen Tonspuren! Ich brauche den Spielfilmdownload nicht! Natürlich (meine Meinung) unterstützt Microsoft den Quatsch nur, weil das HD-Laufwerk gefloppt ist und sie sich noch zieren, ein Blu Ray-Laufwerk einzubauen.
 
XBox360_FilmeXBox360_Marktplatz
Villa Kunterbunt: Frühere Menüs auf der XBox 360 - vieles war noch im Aubau, z.B. ist "Kurzfilme" noch ohne Inhalt.
Menüpunkte und Werbung gehen fließend ineinander über.
 
Die "heruntergeladenen" Spielfilme (die man freilich nicht ewig ansehen kann, sondern die 14 Tage nach dem Download bzw. einen Tag nach dem ersten Start des Filmes "ablaufen") nehmen freilich viel Festplattenplatz weg, ein HD-Film zum Beispiel knapp 5 GB.
 
Blöd, wer da (wie ich) "nur" die 20 GB-Festplatte hat oder gar keine ... Leider ist der Nachkauf der 120 GB-Festplatte teuer. Kauft man nämlich die 120er Platte dazu, zahlt man für die Harddisk allein um die 130 EUR (UVB ab Juli 2008). Ich hab aber auch im Dezember 2008 noch welche für 179 EUR gesehen. Soll heissen: Wer sich eine XBox 360 kaufen will, sollte gleich die "Elite" nehmen - die hat gleich 120 GB und kostet "nur" rund 100 EUR mehr als  die "Premium/Pro" (die hatte bis 15.8.2008 nur 20 GB, danach 60 GB). Die "Arcade"-Fassung hat zum Vergleich nur eine Memorycard mit 256 MB (neuerdings 256 MB internen Speicher) , kostet dafür rund 160 EUR. Die Preise sind aber derzeit im Umbruch ...
 
Hardware aktuell
 
XBox 360:
 
Also noch mal zum Vergleich (gültig ca. ab 2009)
XBox 360 Arcade: kostet rund 159 EUR, hat keine Festplatte aber 256 MB internen Speicher (seit Dez. 08, vorher ne Memorycard).
XBox 360 Pro: kostet rund 239 EUR hat 60 GB Festplatte (die alte 20er Serie läuft aus und wird durch das 60er-Modell ersetzt)
XBox 360 Elite: kostet rund 299 EUR , hat 120 GB Festplatte, das beste Angebot!
Oft gibt es günstige Bundle-Angebote mit 1-2 Spielen.
 
Wer mit der XBox 360 kabellos Online gehen möchte, muss rund 60 EUR extra für einen WLan-Teil berappen. In der PS3 ist soetwas eingebaut.
Online spielen mit der 360 kostet zudem monatlich Geld - mit der PS3 ist das gratis möglich. So erklären sich dann dei günstigeren Preise der XBox 360. Diese hat freilich auch kein Blu-Ray-Laufwerk.
Beim Kauf sollte man drauf achten, dass alle neuen XBox 360-Konsolen eine HDMI-Schnittstelle enthalten sollten. Zur Garantie, auch von Gebrauchtkonsolen, siehe hier.
Kurz vor Ostern 2009 wurden vielerorts Sonderangebote gesichtet: Pro für 199.- EUR und Elite für 249.- EUR. 
Eine zusätzliche 120 GB-Festplatte hab ich im Dez. 2008 in der "Spielegrotte" für knappe 80 EUR gesehen.
 
PS3:
 
Es gibt anstatt der 40 GB eine 80 GB-PS3 (meine hatte noch 60 GB und 4 USB und Speicherchiplesegerät und PS2-Abwärtskompatibilität...). Derzeit kostet die Konsole 350-400 EUR. Die Preise bleiben gleich, die neue Version enthält auch den Dualshock 3-Controller. "Bundle"-Angebote mit Spiel(en) sind bereits erhältlich, für rund 399-460 EUR. Eine 160 GB-Playstation 3 gibt es mittlerweile auch für rund 430-460 EUR und enthält einen Gutschein für Downloads über 70 EUR enthalten (mit diesem kann man aber nur ganz bestimmte Inalte herunterladen, z.B. Ratchet and Clank QfB, WipEout HD usw). Wie lange es noch den Gutschein gibt, weiss ich aber nicht.
 
Hatte ich erwähnt, dass man in die PS3 jede beliebig umfangreiche Notebook-Festplatte selbst einbauen kann? Klappe auf, alte HD raus, Neue rein ... Wer schon eine externe Festplatte oder (eher theoretisch) einen großen USB-Stick hat, sichert seine alten Daten vorher mittels des eingebauten Datensicherungsprogramms und spielt alles danach einfach auf die neue Platte auf. Kinderleicht und preiswerter als bei Microsoft, wo nur überteuerte eigene Festplatten passen.
 
Bei der Playstation 3 wurde im April 2008 der Webshop optisch erneuert. Er läuft nicht mehr umständlich über eine Webseite, sondern ist nun leichter mit dem Controller zu bedienen und zudem übersichtlicher. Gleichwohl fehlen wichtige Rubriken wie "Demos". In Untermenüs verzetteln kann man sich gleichwohl. Und was "Sonstige Downloads" und "Unsere Empfehlungen" sollen, weiss wohl nur Sony. Wer einfach nur ein bestimmtes Spiel sucht, muss oft genug durch alle Menüs und diverse Unterrubriken scrollen.
Viel übersichtlicher als bei den Mitbewerbern ist das Pendant bei der XBOX 360 aber auch nicht, denn der Unterschied zwischen den dortigen Rubriken "Neu eingetroffen" und "Im Rampenlicht" ist ebensowenig verständlich (auch nicht bei neuem Dashboard)
  
Die Möglichkeit, über die PS3 ins Internet zu gehen, eine Tastatur und Maus via USB anzustöpseln und den HD-Fernseher als monumentalen Webbrowser zu benutzen ist freilich exklusiv. Hier patzt die XBox 360 (ne Tastatur geht zwar einzustöpseln, aber nur für bestimmte Funktionen wie Messages), gleichwohl behaupten 360er-Fanboys fleissig, die PS3 würde die XBox 360 nur schlechter imitieren. Das stimmt aber nicht: Die PS3 ähnelt eher einem Computer, während die XBox 360 ein besseres Spielzeug ist. Die Hauptaufgabe, nämliche gute Spiele zu spielen, meistern aber beide.
 
Bei beiden Konsolen fehlt die Funktion, dass man auf Wunsch automatisch auf neu verfügbare Updates für Spiele, die man besitzt, hingewiesen wird. Die Konsolen könnten diese Spiele leicht anhand des Gamertags (360) oder der Spielstände (PS3 und 360) feststellen. Stattdessen muss man sich auf der Suche nach neuen Onlineinhalten erst immer durch etliche Menüs kämpfen, nur um dann festzustellen, dass doch nix Neues dabei ist. Etwas einfacher ist es beim neuen Dasboard der XBox 360 geworden - hier werden einem bei eigenen Spielen auch Downloadmöglickeiten angezeigt.
 
Beiden Konsolen gemeinsam ist eine zukaufbare Tastatur, die man an die Controller stecken kann. Hier werden Testeingaben einfacher. Besonders auf der PS3 ist dies für Internetsuchen auch erforderlich. Wer auf der XBox 360 mit dem "eingebauten" Windows Messenger chattet, wird die Tastatur auch lieben. Während es die XBox 360-Tipphilfe schon länger zu kaufen gibt, ist wie für die PS3 Mitte Dezember 2008 die Tatatur endlich für rund 40 EUR erschienen.
 
 
 
MEHR (= Großer Vergleichartikel zwischen XBox 360 und PS3)
 
6/10/2008

Musikkritik: Coldplay - "Viva La Vida or Death And All His Friends"

 
Auch eine Band wie Coldplay sollte sich fortentwickeln, darf neue Sounds entdecken und ihre Grenzen neu abstecken. Das haben sie mit ihrem neuen Album getan, und man bemerkt dies schon daran, dass es nach dem kurzen Titel des Vorgängers "X & Y" nun extralang mit "Viva La Vida or Death And All His Friends" benannt wurde.
 
Nun ist Fortschritt oft lediglich eine Variation des schon Bekannten, so auch hier. Chris Martin und seine Jungs haben als Produzent Brian Eno an Bord geholt, der vor 25 Jahren mit innovativen Sounds auf sich aufmerksam machte. Seitdem fabrizierte er u.a. den Soundbrei von U2, deren Songs ja in Coverversionen stets besser gelingen. Auch dieses Album hat Eno (mit Markus Dravs) weitgehend vermurkst - so schlimm wie beim letzten R.E.M.-Werk ist es aber nicht (das war auch ein anderer Produzent).
 
Dies liegt daran, dass die Melodien von Coldplay überwiegend so gelungen sind, dass auch die grummelige, breiige Überproduktion Enos da nicht alles verderben konnte.
 
"Live in Technicolor", der Opener, beginnt quasi aus dem Nichts mit ein paar Soundflächen, in die sich eine wenig variierte Gitarrenmelodie schiebt, die schließlich vom Bass völlig zugegrummelt wird. Moderner Sound klingt anders: Das hört sich an wie Eierkohlen, die in den Keller kullern. Gottlob ist das schnell vorbei und die "Cementeries of London" beginnen mit schönem Gesang. Das Arrangement ist deutlich luftiger, wieder mit Chorgesang ("Singing la la ... hey" - da hat's auch schon bessere Texte gegeben), insgesamt aber ein hübscher Titel.
 
"Lost!" enthält gleich eine zentale Aussage des Albums: "Just because I'm losing doesn't mean I'm lost". Wieder wird im Hintergrund georgelt, dazu ein Klatschrythmus. Und wieder eine tolle Melodie, auch wenn alles verdächtig nach U2 klingt. Die Gitarren hallen im Hintergrund, der Bass ist wieder zu grummelig.
 
"42" beginnt mit Gesang und Piano. Wie immer bei Coldplay kommen die Pianopassagen über begabtes Geklimper nicht hinaus. Das bekommt jeder mit drei Tagen Übung hin! Insgesamt geht der Titel in Richtung frühe Pink Floyd, wobei die einen besseren Produzenten hatten. Gegen die musikalischen Einfälle kann man wieder nichts sagen: Da ist Abwechslung drin, der Titel nimmt ordentlich Fahrt auf.
 
"Lovers in Japan" und "Reign Of Love" sind zwei halbe Titel zum Preis von einem. Die erste Hälfte hört sich nach angetrengter Fröhlichkeit an, könnte schön sein, ist aber etwas lärmig produziert. Erstmals sind auch keine wirklich tollen Gesangsmelodien drin. Teil 2 ist viel ruhiger, hört sich aber genauso unfertig an. Nach kurzer Zeit denkt man: da tut sich nichts mehr. Macht es auch nicht, das Stück verläuft ereignislos und ist dann auch endlich vorbei.
 
"Yes" ist das längste Stück der CD, ein typischer Titel, der die Platte voll machen soll. Breitgezogen und mit ein paar Sprenkeln aus der indischen Soundküche kann der Titel nicht begeistern. Das haben Coldplay dann auch gemerkt, nach 4 Minuten wird nämlich ein völlig verhallter neuer Titel begonnen. Schon wieder nichts Halbes und nichts Ganzes und grausam klingend.
 
Danach ist der Tiefpunkt überwunden: "Viva La Vida" ist flockig locker und hübsch instrumentiert, eine nette Nummer mit schönen musikalischen Einfällen.
 
"Violet Hill" ist klasse. Die Vorabsingle hat alles, was ein Coldplay-Hit braucht.
 
"Strawberry Swing" ist wieder ein fröhlicher kleiner Titel. "It's such a perfect day" wird da gesungen und das ist dann halt Programm. Nicht schlecht, aber auch nicht wirklich gut. Als Folksong wäre das Stück besser, so ist es überproduziert.
 
"Death And All His Friends" ist dann endlich der Übertitel des Albums. Ruhiger Beginn, sparsam instrumentiert und dann ein geniales Gitarrenriff, wunderbar gesteigert.
Da denkt man die ganze Zeit: Hoffentlich verbocken die den Titel jetzt nicht! Machen sie aber nicht, es folgt ein (zu) kurzer Chorrefrain, in dem die Gruppe kundtut, man wolle dem Tod und all seinen Freunden nicht folgen. Toll. Genial. Danach gibts 2:30 Soundeffekte, quasi das Gegenstück zum Titeltrack, die kann und sollte man überspringen ... Insgesamt klingt das Album durch diese Spielereien eher überambitioniert und wenig abgerundet. Ein paar zu viele halbe Ideen und etwas Leerlauf - das wäre mit einem besseren Produzenten besser geworden. Wann kommt endlich Rick Rubin?
 
Dass Coldplay ihren Produzenten dann doch nicht ganz traute, merkt man an den "Hidden Tracks", nämlich alternativen, akustischen Versionen diverser Titel (Lost und Death). Besonders Lost wirkt als Pianoversion viel viel besser als die Klatschversion von Eno.
 
Insgesamt ist das Album aber wirklich gelungen.
6/2/2008

Filmkritik: Indiana Jones 4

 


Sonntagabend um halb 9 im größten Kino des Cinemaxx in Braunschweig: Die Klimaanlage erreicht die oberen Reihen des nur schwach besetzten Saales nicht, es ist schwülwarm.

"Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels" läuft immerhin schon seit 12 Tagen, und das Interesse am Film hat spürbar nachgelassen. Das Bild auf der riesigen Leinwand ist seltsam unscharf und detailarm und der Ton klingt ein wenig, als wenn die deutschen Sprecher in einer riesigen Röhre sitzen. Da ist zu viel Hall auf den Stimmen, die restlichen Geräusche und die Musik wirken vergleichsweise zu leise.

Am selben Tag hatte ich im Playstation Network den Indiana Jones-Filmtrailer in High Definition (1080p, also Full-HD-Auflösung) auf die Playstation 3 heruntergeladen: Was für ein Unterschied! Superscharfes, detailliertes Bild, tolle Kontraste, einwandfreier Ton. In wahrscheinlich einem halben Jahr kann ich mir den Film als Blu-Ray für etwas mehr als einen Euro aus der Videothek leihen.

Für die schwache Kinovorstellung habe ich 9 Euro bezahlt. Ich sehe ehrlich gesagt für das Medium Kino keine großen Zukunftsaussichten, denn was nützt das große Bild, wenn es deutlich schlechter ist als zu Hause, wo man sich einen Film anschauen kann, ohne mit Fantasiepreisen für Popkorn und Cola belegt zu werden.

Was kann man aber über den Film sagen? Steven Spielbergs Regie wirkt seltsam leblos und altbacken in allen Szenen, in denen keine Action im Spiel ist. Da wird dröge hin- und hergeschnitten, die Inszenierung ist langatmig und gestreckt. Die Actionszenen sind dagegen rasant und abwechslungsreich, auch wenn sie zu 90% aus Verfolgungsjagden bestehen.

Ab und an trägt Spielberg dann aber zu dick auf: Jones' lianenschwingender Sohn ist zum Beispiel albern. Mit der Logik nimmt es der Film eh nicht so genau: Warum magnetische Effekte später im Film durch einen simplen Lappen aufgehalten werden können (zu Beginn des Films gelingt das nicht mal einer ganzen Kiste!), will mir nicht einleuchten. Und dass am Ende ein Alien-Raumschiff aufsteigen muss, ist der Gipfel der Phantasielosigkeit: Schon bei Akte X oder Thommyknockers enttäuschte das mehr, als es faszinierte.  (markieren zum Anzeigen!).

Die Qualität der Special Effects ist durchaus unterschiedlich: Mal sieht es ausgezeichnet aus, ein anderes mal billig (Stichwort: Ameisen!)

Man merkt dem Film an, dass man bemüht war, (zu) viele Elemente zu vermengen. Die Story verzettelt sich, wird immer unglaubwürdiger und abgedrehter - was einem klassischen Abenteuerfilm gar nicht gut tut. Indy 4 ahmt somit eher einen Lara Croft-Film nach. Aber die sieht einfach besser aus.

5/30/2008

Cool: Klimaerwärmung vertagt! Alles falsch berechnet!

 
Das selbsternannte Expertengremium "Weltklimarat" (IPCC) erstellte im vergangenen Jahr 
einen in mehreren Phasen veröffentlichten Bericht über die Entwicklung des Klimas
in den kommenden 100 Jahren.
Genau wie die Wirtschaftsweisen" einen Bericht über die konjunkturelle Entwicklung im
nächsten Jahr verfassten oder Wahrsager eine Voraussage über kommende Unheile.
Mai_08
Gemeinsam ist all diesen Studien, dass sie auf Annahmen, Schätzungen, Mutmaßungen, Messungen und Erfahrungen beruhen, die umso ungenauer werden, je globaler sie ausgerichtet sind. Dies liegt einfach an der Menge der Daten, Fakten und Umstände. Gleichwohl verkündeten Chefautor Mojib Latif und seine Klimaforschungskollegen ein bedrohliches Szenario, mit welchem sie auch sogleich die Politiker der ganzen Welt mobilisierten: Das Klima müsse geschützt werden! Dass das "Klima" gar kein Zustand, sondern die Beschreibung einer Veränderung ist und dass diese Veränderung in der Natur (!) der Sache liegt, wurde dabei schnell verdrängt. Denn es wurde die Prämisse aufgestellt, dass die Klimaveränderung menschengemacht wäre und alles was Menschen machen würde, natürlich widernatürlich wäre. Als wenn der Mensch nicht ein (wesentlicher) Bestandteil der irdenen Natur wäre. Dass es dringendere Probleme gibt, die tatsächlich menschengemacht sind, wie der Hunger und die Armut, wurde dabei gleich mal verdrängt. Welcher Klimaforscher bekäme schon staatliche Fördergelder, wenn diese sozialen Probleme angegangen werden würden? Dass die "globale Erwärmung" schlecht wäre, wurde in den Berichten gleich als Fakt vorausgesetzt. Und das, obwohl die Artenvielfalt auf der Erde in Richtung der Warmzonen deutlich zunimmt und alle Hochkulturen diesen Zonen entstamm(t)en.
Mai_08_01Maigloeckchen
 
Inzwischen musste Mojib Latif zugeben, sich verrechnet zu haben bzw.
bessere Daten gefunden zu haben.
Das Wechselspiel der kalten und warmen Meeresströmungen wäre im "alten" Bericht - also dem, auf welchem die ganze Hysterie beruht - nicht zutreffend berücksichtigt. Neue Berechnungen deuteten eher darauf hin, dass es in den nächsten 20 Jahren nicht wärmer werden würde. In Europa werde es eher kühler. Aber in 20 Jahren, ja, da werde das böse CO2 zurückschlagen. Oder auch nicht. Keiner weiss, was für Erkenntnisse bis dahin vorliegen.Wahrscheinlich werden dann große Teile der Bevölkerung, an Schimmelpilzallergie erkrankt in hermetisch abgedichteten "Klimaschutzhäusern" sitzen, in einer künstlichen und unnatürlichen Wohnumgebung, und sich darüber beklagen, dass alles immer schlimmer werden würde.
 
Nun hat die deutsche Bundesregierung diese aktuelle Entwicklung verpennt und versucht noch immer, "das Klima" zu schützen. Dazu werden - wer hätte es geahnt - zunächst mal die Strompreise massiv erhöht, indem per Gesetz mehr "Ökostrom" eingespeist und teuer bezahlt wird (natürlich von uns Verbrauchern). Wie schon in meinen anderen Blogs zum Thema befürchtet, zeigt sich immer mehr, dass der vorgebliche Klimaschutz nur dazu dient, der Bevölkerung der sauer verdiente Geld wieder aus der Tasche zu ziehen, durch völlig überzogene, überteuerte und vor allem wirkungslose Maßnahmen.
5/28/2008

Spielekritik: Racedriver: GRID

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Codemasters ist es gelungen, die Formel 1-Lizenz zu erhalten und wird 2009 ein entsprechendes Spiel herausbringen. Alle Rennsportfreunde fragen sich, wie die Umsetzung ausfallen wird und blicken daher neugierig auf das aktuelle Autorennspiel der Programmierer. Racedriver: GRID ist ab dem 30. Mai 2008 in den Läden erhältlich.
 
Schon die Demo deutete es an: GRID sieht vorzüglich aus. Erstklassige Sounds und eine nie gesehene Grafik ziehen den Spieler direkt ins Geschehen. Vergessen ist die sterile Optik eines "GT 5": hier sehen wir Staub in der Luft, hier qualmen die Reifen (und zwar viel schöner als noch in Need for Speed: Pro Street).
 
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Spektakuläre Beleuchtungseffekte: Licht durch Bäume und Wolkenkratzer
 
Die Kampagne spart sich eine aufgesetzte Hintergrundgeschichte. Man kämpft sich, wie üblich, als Rookie nach oben. Hier muss man zunächst ein paar Rennen bestehen, um eine gewisse Summe an Einnahmen einzufahren, bis man schließlich im Hauptmenü Veranstaltungen auswählen kann:
 
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Wir erkennen auf dem Bild schon, dass es grundsätzlich Rennen in den USA, in Europa und in Japan gibt. Die einzelnen Unterkategorien könnten vielfältiger kaum sein: Neben normalen "Grid"-Rennen gibt es Stockcar-Veranstaltungen, Driftrennen, Berg-Etappen (ähnlich den Finalrennen in NfS: Carbon) und vieles mehr. Am Ende einer Saison darf man an den "24 Stunden von LeMans" teilnehmen. Die 24 Stunden werden hier in (geschätzt) 13 Minuten simuliert, und gibt es hier einen schönen Tag/Nacht-Wechsel.
Ansonsten sucht man derlei vergebens, auch das Wetter ändert sich nicht. Regen oder Schnee kommen nicht vor, zumindest bis jetzt nicht. Hier boten andere Spiele mehr Abwechslung.
 
Die Rennen sind schon als "Anfänger" durchaus anspruchsvoll. Um dennoch durchzukommen, spendiert uns Codemasters ein an "Prince of Persia: Sands of Time" angelehntes Feature: Man kann einige Male in der Zeit "zurückspulen". Hierdurch hat man Gelegenheit, Fahrfehler oder bösartige Gegnerattacken zu vermeiden. Bei den aggessiv fahrenden KI-Gegnern ist das durchaus ein tolles Feature.
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Gamerscore-Freunde können sich, wie schon bei DIRT, auf viele relativ leicht erreichbare Punkte freuen (selbst für einen Totalschaden gibt es Punkte!). Das motiviert, gerade am Anfang, zusätzlich, immer noch ein Rennen zu starten. Strecken wie den Nürburgring kann man gut mit anderen Rennspielen vergleichen - wenn ich ein wenig Zeit finde, stelle ich mal Vergleichsfotos aus diversen Spielen ein. Hier sehen wir nur welche aus den Wiederholungen, während des Rennens konnte ich ich bislang keine Fotos machen.
 
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Grundätzlich sieht das HUD im Spiel aus wie hier. Links unten eine (zu) kleine Karte, Rechts unten Geschwindigkeit und Autoschäden.
 
In GRID gibt es ein vorzügliches Schadensmodell, welches sich auch auf das Fahrverhalten auswirkt. Wer immer nur in andere Fahrzeuge hineinknallt, wird die Rennen nicht überstehen. Allerdings gehen die Wagen nicht wie bei NfS: Pro Street verloren, wenn sie kaputt gefahren sind. Nervige Reparaturmenüs hat man sich gespart. Man bekommt bei einem Totalschaden 3 Optionen, von denen die "direkte Wiederholung", also das Zurückspulen in der Zeit, immer die Sinnvollste ist, sofern man seine Wiederholungen noch nicht aufgebraucht hat.
 
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Die Blur-Effekte (Unschärfe zu den Rändern hin) liegen eher am Foto, im Spiel fallen sie nicht so auf.
 
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Die Strecken sind mal beeindruckend schön, machmal (z.B. Istanbul) auch etwas dröge und öde.
 
Die Voreinstellung der Steuerung bietet allerhand Fahrhilfen, die abzuschalten sich zum Teil stark auswirkt. Man muss selbst probieren, as einem am besten liegt.
Wie in allen Rennspielen sind auch hier die Driftrennen nervig und überflüssig. Die Steuerung der Fahrzeuge ist nämlich grundsätzlich völlig anders als sonst im Spiel, ständig dreht man sich daher und die Wagen brechen mit dem Heck aus. Was soll der Quatsch überhaupt!? Hier geht es doch um Rennsport und nicht um affige Tuner-Veranstaltungen.
 
Mein Fazit: Ein Rennspiel für jeden Geschmack und mit glänzender Optik. Die Spielbarkeit und Steuerung sind beeindruckend und dank diverser Schwierigkeitsgrade haben auch Profis reichlich zu tun.